Der tödliche Unfall ereignete sich am Freitagabend. Eine Frau war auf der Autostrasse in Richtung Brünigpass unterwegs und stiess aus nicht geklärten Gründen auf der Gegenfahrbahn mit einem anderen Fahrzeug zusammen, wie die Kantonspolizei Obwalden in der Nacht auf Freitag mitteilte. Die Rettungskräfte konnten die Frau nur noch tot aus den Trümmern bergen.

Der Mann im anderen Auto, ein Angehöriger der Schweizer Armee, wurde schwer verletzt und mit einem Helikopter der Rettungsflugwacht REGA ins Kantonsspital Luzern gebracht. Er stammt nach Polizeiangaben aus dem Kanton Tessin und befand sich auf dem Heimweg.

Bereits am Mittag war bei Alpnachstad OW ein Autofahrer aus ungeklärten Gründen auf die Gegenfahrbahn geraten und mit drei entgegenkommenden Autos zusammengestossen. Vier Personen wurden verletzt, zwei davon schwer. Die Strasse war für über zwei Stunden in beiden Richtungen gesperrt.

Immer wieder Unfälle - Massnahmen ergriffen

Auf der im Gegenverkehr betriebenen Autostrasse A8 zwischen Sarnen und Alpnachstad kommt es immer wieder zu Unfällen mit Toten und Verletzten. 2013 starben auf dem rund sechs Kilometer langen Strassenabschnitt bei zwei Unfällen vier Menschen.

Zwischen Mai 2007 und November 2011 ereigneten sich gemäss Bundesamt für Strassen (ASTRA) 23 Unfälle mit drei Todesopfern. Rund die Hälfte der Unfälle waren Kollisionen oder Beinahekollisionen im Gegenverkehr.

Um Frontalkollisionen zu vermeiden, wurde in diesem Jahr zwischen Sarnen Nord und Alpnachstad die Signalisation verbessert. Bei den Einfahrten wurden Richtungspfeiler am Boden angebracht. Die doppelten Sicherheitslinien wurden mit einer Rüttelmarkierung versehen.

Ab 2015 sind zudem ein durchgehendes Überholverbot sowie Plastikbaken am Mittelstreifen vorgesehen, wie das ASTRA im März bekannt gab. Später ist ein Ausbau der A8 zu einer richtungsgetrennten, je einstreifig befahrenen Autobahn mit Pannenstreifen geplant. Als Höchstgeschwindigkeit sollen weiterhin 100 km/h gelten.