Auenlandschaft
Eine neue Auenlandschaft beim Binzerliweiher

Entlang dem Oetwiler Limmatufer entsteht in den nächsten Monaten ein neuer Lebensraum für Tiere und Pflanzen. Doch auch Erholungssuchende sollen profitieren. Der Zürcher Stadtrat hat knapp 1,3 Millionen Franken für Aufwertungsarbeiten gesprochen.

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Binzerliweiher

Binzerliweiher

Limmattaler Zeitung

Sandro Zimmerli

Inseln, Buchten und eine Liegewiese - das Limmatufer und der angrenzende Binzerliweiher in Oetwil sollen mit Unterstützung des Elektrizitätswerkes der Stadt Zürich (EWZ) schon bald in neuem Glanz erstrahlen. Der Zürcher Stadtrat hat für die Aufwertung des Gebietes Ausgaben von 1,298 Millionen Franken bewilligt.

Liegewiese wird saniert

Das Projekt sieht vor, unterhalb der Autobahnbrücke das steil verbaute Limmatufer sowie den angrenzenden Binzerliweiher über eine Länge von 500 Meter aufzuwerten. Einerseits werden gewässertypische Strukturen wie Strudellöcher oder Buchten geschaffen, anderseits auentypische Lebensräume für diverse Tiere und Pflanzen gefördert, wie der Stadtrat mitteilt.

Doch nicht nur Tiere sollen von den Massnahmen profitieren. «Ein Teil des Gebietes soll der Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden. Der andere wird unter Naturschutz gestellt, ähnlich wie das bereits in den Geroldswiler Auen geschehen ist», sagt Walter Bühler, Bauvorstand in Oetwil. Konkret heisst das, dass der Uferweg instand gestellt, eine neue, zugängliche Limmatinsel erstellt und die Liegewiese sanft saniert wird. Dadurch, so der Stadtrat weiter, werde das Gebiet auch für Erholungssuchende wertvoller.

Begonnen werden soll mit den Aufwertungsarbeiten voraussichtlich am 1. Juli. «Wenn alles gut geht, sollten wir am 30.Oktober fertig sein», sagt Harry Graf, Leiter Corporate Communications des EWZ.
Das EWZ ist massgeblich am Projekt beteiligt. So werden die knapp 1,3 Millionen Franken dem «naturemade star»-Fonds des EWZ entnommen. Durch die Zertifizierung des Kraftwerks Wettingen mit dem Qualitätslabel «naturemade star» verpflichtete sich das EWZ, diesen Fonds für ökologische Aufwertungsmassnahmen einzurichten.

Jährlich 1,4 Millionen Franken

In den Fonds werden pro produzierte Kilowattstunde Strom 0,1 Rappen und für jede aus dem Kraftwerk verkaufte Kilowattstunde Strom 0,9 Rappen eingelegt. Mit der in Wettingen durchschnittlich produzierten Strommenge resultiert ein Betrag von rund 1,4 Millionen Franken pro Jahr, der für Renaturierungsmassnahmen zur Verfügung steht.

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