Die alte Betonbrücke im Gebiet Rosimatten erweckt einen absurden Eindruck. Weil sie ziemlich genau in der Hälfte des Bünzbachbettes endet, mag sie zwar zum philosophischen Nachdenken anregen, entbehrt aber jedes weiteren Zwecks. Durch die Hochwasser und im Zuge der Renaturierungsmassnahmen des Kantons wurde das Bachbett stark verbreitert und die Brücke unterspült. Sie überquert deshalb nur noch einen Teilarm der Bünz und endet in der Hälfte des Bachbettes. So ist die Fuss- und Veloverbindung zwischen dem Steinlergebiet und den weiteren Dorfteilen unterbrochen.

Bis zum 18. Mai liegt aus diesem Grund ein Baugesuch für eine Stahl-Holzbrücke auf, welche die Betonbrücke ersetzen soll. Bei dieser neuen Brücke sollen die Längsträger aus Stahlprofilen, die Gehfläche aus Holzbohlen bestehen. Ein Holzgeländer von einem Meter Höhe wird als Abschrankung dienen, die Baukosten belaufen sich voraussichtlich auf 410 000 Franken.

Über die Kostenteilung ist man sich allerdings mit dem Kanton noch nicht einig geworden, wie Gemeindeschreiber Pascal Chioru ausführt. Um mit dem Projekt endlich weiterzukommen, habe man jetzt das Baugesuch aufgelegt. Weiter, sagt Chioru, sei die Auenlandschaft von nationaler Bedeutung und eine neue Brücke müsse nicht als Neubau, sondern als Ersatz betrachtet werden. Schliesslich entspreche das Vorhaben auch einem starken Wunsch der Bevölkerung und der Parteien. Der Druck auf den Gemeinderat sei dementsprechend hoch. (mch)