Nun ist der Wechsel im Bundesrat vollzogen: Als Letzter hat am Dienstag der neue Volkswirtschaftsminister Johann Schneider-Ammann sein Departement übernommen. Bundespräsidentin Doris Leuthard überreichte ihm neben dem Schlüssel eine Flasche Wein und eine Suisse IDe.

Der Wein - ein Tropfen aus der Forschungsanstalt Agroscope in Changins-Wädenswil - symbolisiere die Breite des Departements, sagte Leuthard. Er stehe für Natur, Produktion, Innovation und Schweizer Qualität. Mit der SuisseID - einer Karte für den Identitätsnachweis im elektronischen Geschäfts- und Behördenverkehr - könne sich Schneider-Ammann künftig identifizieren.

Bliebt die Frage: Warum schenkt Doris Schneider-Ammann einen Walliser Wein? Auch der Kanton Aargau verfügt über zahlrieche gute Tropfen.

«Ich freue mich sehr, Dir dieses Departement zu übergeben», sagte Leuthard. Schneider-Ammann zeigte sich ebenfalls erfreut. Ganz besonders interessiere ihn die Landwirtschaft, stellte er fest. Die Schweiz bezeichnete er als «Kunstwerk». Es gelte, mit vereinten Kräften die Errungenschaften zu verteidigen und die Werte hochzuhalten.

Elefantenhaut und Glück

Mit der offiziellen Übergabe des Volkswirtschaftsdepartements ist der neu zusammengesetzte Bundesrat nun startbereit. Die anderen Bundesratsmitglieder hatten bereits vergangene Woche ihre neuen Departemente übernommen.

Eveline Widmer-Schlumpf erhielt als neue Finanzministerin von Hans-Rudolf Merz ein grosses Sparschwein; Doris Leuthard als neue Umwelt- und Verkehrsministerin nahm von Moritz Leuenberger eine Elefantenpflanze entgegen, und Simonetta Sommaruga bekam von Widmer-Schlumpf Visitenkarten überreicht.

Die Elefantenpflanze stehe für die Elefantenhaut und das Elefantengedächtnis, die es im Amt brauche, sagte Leuenberger zu Leuthard. Und Merz kommentierte das Sparschwein mit den Worten, manchmal brauche es auch etwas Glück.

Umstrittene Verteilung

Die Departementsverteilung nach der Wahl von Sommaruga und Schneider-Ammann war nicht reibungslos über die Bühne gegangen: Der Bundesrat hatte der neuen SP-Bundesrätin gegen deren Willen das Justiz- und Polizeidepartement zugeteilt, was die SP scharf kritisierte. (SDA/cls)