Daniel von Känel

Die Gemeinde Sisseln eigne sich sehr gut für flächendeckend Tempo 30, sagt Gemeindeschreiber Karl Widmer. Es bestünde fast nur aus Wohnquartieren, die Industrie befinde sich ausserhalb. «Industrie und Gewerbe sind deshalb fast nicht tangiert», sagt er.

Bessere Wohnqualität

Im Bericht zu den vorliegenden Plänen heisst es denn auch, dass die Einführung in Sisseln unproblematisch sei, weil die Quartiere den geeigneten Charakter aufwiesen. Mit relativ einfachen Mitteln könne Tempo 30 eingeführt werden. Die Ziele sind die Kanalisierung des Strassenverkehrs auf verkehrsorientierte Strassen, die Verhinderung von Schleichverkehr, eine sichere Mischverkehrsfläche und die Verbesserung der Wohnqualität.

In den letzten Jahren, heisst es, seien auf Gemeindestrassen keine Unfälle polizeilich registriert worden. Man müsse jedoch beachten, dass aus Angst vor Unfällen jüngere Kinder in den Kindergarten oder die Schule gefahren würden.

Nicht sinnvoll sei die Einführung von Tempo 30 auf der Hauptstrasse. Die stark befahrene Bahnhofstrasse jedoch schon. Dort soll die Zone nicht nur dem Wohnquartier, sondern auch den Kindern dienen, die sich auf dem Weg zum Spiel- und Sportplatz Grossmatt befänden.

Eine Begegnungszone

Eine spezielle Regelung ist für die Bodenackerstrasse vorgesehen. Dort ist nämlich eine Begegnungszone geplant, in der Tempo 20 herrscht. Dieses Gebiet, sagt Widmer, sei prädestiniert als Begegnungszone.

Derzeit liegen die Pläne in der Gemeindekanzlei auf. Es läuft ein Mitwirkungsvefahren. Es sei klar, dass man die Bevölkerung bei einem solch flächendeckenden Projekt einbeziehen möchte, so Gemeindeschreiber Widmer.

An der Gemeindeversammlung vom 19. November wird der Gemeinderat einen Kreditantrag für die Einführung von Tempo 30 stellen. Am kommenden Freitag findet um 19.30 Uhr im Gemeinschaftsraum des Werkhofs Innermatt in Sisseln eine öffentliche Orientierungsversammlung statt.