Die Baugenossenschaft Alterswohnungen Affoltern (BAWA) kann sich bald zurücklehnen: Der Bau von 31 altersgerechten Wohnungen im Minergiestandard an der Betpurstrasse in Affoltern ist auf gutem Weg. Der Zeitplan stimmt; die Wohnungen können in der letzten Aprilwoche bezogen werden. Sie sind allesamt vermietet. «Und sie gingen weg wie frische Semmeln», ergänzt Erwin Wälter. Noch etwas Stirnrunzeln bereitet hingegen der Gewerbeteil, den die BAWA aufgrund der bestehenden Zonenordnung ebenfalls zu realisieren hat und noch Mieter gesucht werden. In der Zentrumszone muss der 575 m² grosse Gewerbeanteil 20% in dieser Gesamtinvestition von 15,5 Mio. Franken betragen.

Interesse der Bevölkerung

Ursprünglich harzte es mit der Finanzierung. Weil zu wenig Eigenkapital vorhanden war, musste der Spatenstich um mehrere Monate verschoben werden. «Dann folgte eine unglaublich zahlreiche Zeichnung von Anteilscheinen durch 500 Genossenschafterinnen und Genossenschafter - auch von solchen, die gar kein Interesse an einer Alterswohnung bekundeten», freut sich Erwin Wälter, für den diese Solidarität die Basis für die Realisierung des Projekts bildete. Rund 3,5 Mio. Franken kamen durch die Zeichnung von Genossenschaftsanteilscheinen zusammen.

Lücke im regionalen Wohnungsbau geschlossen

Im Rahmen der Aufrichte, dem Fest der beteiligten Handwerker, zitierte BAWA-Präsidentin Anita Hausheer Johann Wolfgang von Goethe: «Drei Dinge sind an einem Gebäude zu beachten: dass es am rechten Fleck stehe, dass es wohlgegründet und dass es vollkommen ausgeführt sei. «Heute», so ergänzte sie, «würde man noch zufügen: dass es energetisch optimal ausgeführt und durch gute Institute finanziert wird!» Sie sei überzeugt, dass die BAWA all dem gerecht geworden sei. Und weiter, dass die Genossenschaft mit der Realisierung des Projekts eine entscheidende Lücke im örtlichen, ja sogar regionalen Wohnungsangebot schliessen kann. Anita Hausheers Dank galt natürlich den Handwerkern, der Baukommission und dem Architekten.

Bauvolumen entspricht 20 Einfamilienhäusern

Peter Dell'Acqua, Vertreter der Architektengemeinschaft Burlet & Partner/Dachtler Partner, hob die gute Zusammenarbeit der am Bau beteiligten hervor. Sie habe die Vorbereitungs-, Planungs- und Bauphase begünstigt. In den letzten sechs Monaten sei Gewaltiges geleistet und ein hohes Bauvolumen produziert worden: 18 500 Kubikmeter, was zirka 20 Einfamilienhäusern entspreche. Der Rohbau sei gesamthaft fertig und termingerecht.

Für Peter Dell'Acqua zeigen die 31 Wohnungen im Zentrum angenehme Raumproportionen für Wohn- und Schlafräume sowie gut ausgebaute Küchen und Nasszellen. Auch der Gewerbeteil sei flexibel eingeteilt und könne entsprechend genutzt werden.