Kriminalität
Einbrecher verursachen jeden zweiten Hausratsschaden

Laut dem Internet Vergleichsservice comparis.ch gehen ganze 49% der Hausratsschäden in der Schweiz auf das Konto von Einbrechern und Dieben. Ein Einbruch kostet die Versicherung im Schnitt fast 8400 Franken.

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In der Schweiz geschahen im letzten Jahr weit mehr als 50'000 Einbrüche.

In der Schweiz geschahen im letzten Jahr weit mehr als 50'000 Einbrüche.

Keystone

In der Schweiz passieren im Jahr weit mehr als 50'000 Einbrüche, welche kleine bis erhebliche Schäden anrichten. Fast ein Drittel aller Hausratsschäden entsteht durch einfache Diebstähle, wobei die Einbrecher durch offene Türen oder Fenster gehen. 3 Prozent der Hausratsschäden entstehen durch gewaltsame Raubüberfälle und 15 Prozent durch Einbrüche, wobei für das Eindringen eine Tür oder ein Fenster aufgebrochen werden muss.

Methode

Grundlage der Schadens-Analyse von comparis.ch sind 1500 Nutzerinnen und Nutzer, die während des ersten Quartals 2015 auf dem Portal Prämien für eine neue Haftplicht- und Hausratsversicherung verglichen haben. Dabei mussten sie Angaben über alle Schäden inklusive Ursachen der vergangenen Jahre machen. Für die Quoten wurden alle seit 2011 angegebenen Schäden ausgewertet.

Laut Comparis-Medienvertreterin Sabine Östlund ist der Anteil der durch Einbrüche verursachten Schäden am Hausrat in den vergangenen Jahren deutlich gestiegen. Heute sind dies mit 49% beinahe die Hälfte aller verursachten Hausschäden. 2013 waren es mit 39% noch beträchtlich weniger.

Kriminelle Handlungen sind die häufigste Ursache für Hausratsschäden in der Schweiz und rangieren noch vor Sach-, Glas- und Mietschäden. Dabei entstehen oft nicht nur Kosten für die gestohlenen Gegenstände, sondern auch für allfällige Beschädigungen, etwa am Türschloss oder am Fenster. Im Schnitt verursacht ein Einbruch Schäden von etwa 8400 Franken.

Freiburg muss seine Türen verriegeln

Im nationalen Vergleich steht der Kanton Freiburg am schlechtesten da. Im französischsprachigen Kanton werden ganze 62 Prozent der Hausschäden durch kriminelle Taten verursacht. Auch die Kantone Waadt und Basel-Stadt liegen mit 53 und 50 Prozent über dem nationalen Schnitt, Zürich liegt dabei mit 45 Prozent knapp darunter. Am wenigsten Anteil an den Gesamt-Hausschäden haben Einbrüche in den Kantonen Glarus (20%), Tessin (26%), Schaffhausen (28%) und Aargau (30%).

Von den im Jahr 2014 registrierten 52'000 Einbrüchen, wobei sich der Dieb gewaltsam Zugang zum Haus oder der Wohnung verschafft hat, wurde im Schnitt nur jede siebte Tat aufgeklärt. (imü)

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