Schweizer Militär

«Ein trauriger Tag für die Armee»: Rekrut stirbt während Leistungsmarsch

Der Rekrut starb während eines Marsches. (Symbolbild)

Der Rekrut starb während eines Marsches. (Symbolbild)

Am Dienstagmorgen ist ein Rekrut der Grenadierschule in Isone (TI) während eines Marschs verstorben. Die Militärjustiz hat eine Untersuchung aufgenommen.

(sku) Der Rekrut ist nach einem 6,5-Kilometer-Leistungsmarsch auf einer Waffenplatzstrasse nicht im Ziel eingetroffen, wie die Armee am Dienstag mitteilt. Nach einer kurzen Suchaktion sei er daraufhin leblos neben der Strecke aufgefunden worden. Weder die Erste Hilfe leistenden Kader noch die Rega haben den Rekruten wiederbeleben können. Der Marsch sei nach einem Start im Zugsrahmen individuell absolviert worden.

Die Militärjustiz habe eine Untersuchung aufgenommen. Weitere Auskunft bezüglich des Alters oder der Herkunft des verstorbenen Rekruten gebe die Armee derzeit nicht, sagt Sprecher Stefan Hofer auf Anfrage. Auch weshalb die Kameraden den am Boden liegenden Rekruten nicht bemerkt hätten, kann Hofer nicht beantworten. «Zum jetzigen Stand der Untersuchungen wäre alles reine Spekulation.»

«Es ist ein trauriger Tag für die Armee», sagt Hofer. Die Angehörigen sowie die Kameraden des Verstorbenen werden derzeit von Care-Teams betreut. 

Die Grenadier-RS gilt als eine der herausforderndsten Ausbildungen im Schweizer Militär. Dabei werden die Rekruten unter anderem auch in Nah- und Häuserkampf geschult. Voraussetzung für eine Aufnahme in eine solche Truppe ist ein sehr gutes Ergebnis beim Sporttest an der Aushebung. Die Ausbildung dauert 23 Wochen. Die entsprechende Sommer-RS ist erst am 6. Juli gestartet.

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