Kommentar

Ein Tag des Optimismus, der Enttäuschung und des Abschieds von Daniel Koch

Er hatte am Mittwoch seinen letzten Arbeitstag: Der Covid-19-Delegierte des Bundes, Daniel Koch, geht in Rente.

Er hatte am Mittwoch seinen letzten Arbeitstag: Der Covid-19-Delegierte des Bundes, Daniel Koch, geht in Rente.

Es war ein Tag des Abschieds: Der Corona-Delegierte Daniel Koch darf in den Ruhestand, der Bundesrat hat das Ende des Notstandsregimes angekündigt und weitgehende Lockerungen präsentiert. Die Frage ist nicht mehr, was erlaubt ist. Sondern was noch verboten ist. Alles andere wäre angesichts der tiefen Infektionszahlen nicht mehr zu rechtfertigen gewesen.

Es war ein Tag des Optimismus. Die Botschaft der Landesregierung lautete: «Wir können Corona.» Die Lockerungen bringen für den Tourismus, den Sport oder die Kultur neue Perspektiven. Gefragt ist nun Kreativität. Die Veranstalter und Unternehmen haben aber auch eine Verantwortung.

Highlights: Daniel Koch und seine Momente als Krisenmanager

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Dass nämlich die Hygieneregeln eingehalten werden, die ein erneutes Aufflammen der Pandemie verhindern. Die Branchen wissen, wie sie damit umgehen müssen und können. Es ist richtig, dass der Bundesrat diese Verantwortung an sie delegiert.

Es war aber auch ein Tag der Enttäuschung. Ja, die Restriktionen sind immer noch einschneidend. Es stellen sich Fragen der Wirtschaftlichkeit, geht die Rechnung so auf? Für Restaurants, Bergbahnen, Kulturveranstalter? Reiseanbieter oder Nachtclubbetreiber?

Die Liste ist nicht abschliessend. Denn ja, es ist eine sogenannte neue Normalität, mit der wir uns zurechtfinden müssen. Die Wirtschaftskrise ist längst nicht ausgestanden. Doch im Moment gilt: vorwärtsschauen, die Zukunft neu gestalten. Froh sein, über ein bisschen Alltag.

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