Altstadt

Ein Stück Altstadt mitten im Wald

Stefano Bradanini, George Pfiffner und Marcel Guignard mustern das Muster der Altstadtgassenrinne. (ama)

Studie der Altstadtgassen im Wald

Stefano Bradanini, George Pfiffner und Marcel Guignard mustern das Muster der Altstadtgassenrinne. (ama)

Verborgen im Wald, aber öffentlich zugänglich, existiert ein Modell der geplanten Brunnen und Wasserrinnen für die Neugestaltung der Aarauer Altstadtgassen. Das Stadtbauamt realisierte diese Studie beim Forstwerkhof Distelberg.

Andrea Marthaler

Obwohl die Einsprachefrist für die zweite Auflage der Neugestaltung der Altstadtgassen noch bis zum 29. April läuft, realisierte das Stadtbauamt bereits ein Modell der geplanten Brunnen. «Da es klar war, dass wir gewisse Details 1:1 testen müssen, haben wir ein Element des Brunnens aufgestellt. Durch die daraus gewonnenen Erkentnisse können wir im Rahmen der Einspracheverhandlungen neue Aspekte erklären», sagt Stefano Bradanini, Mitarbeiter des Stadtbauamts.

Da es ähnliche Brunnen nicht gibt, muss der Prototyp umfassend auf seine Funktion überprüft werden. Ein Hauptaugenmerk liegt dabei auf der Technik. Stadtammann Marcel Guignard sagt: «Der geplante Brunnen in der Altstadtgasse ist in den Köpfen entstanden, deshalb ist ein solches Modell notwendig».

Rinne mit Bank und Trinkwasser

Die Brunnen in der Altstadtgasse bestehen aus Brunnenbecken mit Trinkwasser und einer darunter fliessenden Wasserrinne, die durch den unterirdisch kanalisierten Stadtbach gespiesen wird. Über einen Teil des Brunnens wird eine Sitzfläche gebaut, die den bisherigen Bänken in der Altstadt ähnelt.

Der Überfluss aus dem Brunnen fliesst in die Wasserrinne, welche wiederum im Stadtbach mündet. Einzelne Giterroste über der Wasserrinne ermöglichen eine bequeme Überquerung der rund einen Schritt breiten Wasserrinne.

Zur Neugestaltung der Altstadtgassen gehört ebenfalls die Beleutung. Neu sollen kleinere, dafür weisse Lampen die Gassen beleuchten, welche die Brunnen optimal zur Geltung bringen. Zudem werden kleine Wasserfontänen angestrahlt. Eine Rinnenbeleuchtung ist ebenfalls vorgesehen.

Der Brunnen wird schmaler

Bereits sind aus dem 1:1-Modell Erkentnisse gewonnen worden, die bei der Realisation umgesetzt werden. So bemerkte George Pfiffner, Projektverfasser von Kuhn.Pfiffner, dass die Breite der Wasserrinne mit 60 Zentimeter ungünstig ist, da sie so mit 4½ Pflastersteinen ausgelegt werden müsste. Um den Arbeitsaufwand zu verkleinern, wird nun die Breite auf vier Steine festgesetzt.

Guignard ist vom Brunnen begeistert: «Das Modell entspricht meinen Erwartungen. Die Idee von Sitzplatz und Trinkbrunnen ist gut». Bevor jedoch mit dem richtigen Bau begonnen werden kann, wird erst die zweite Auflage des Projekts abgewartet und Einspracheverhandlungen geführt. Falls nötig würde das Projekt modifiziert werden. Bradanini hofft, im Herbst mit der Realisierung beginnen zu können.

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