Spielplatz

Ein Spielplatz muss saniert werden

Frischer Wind und neue Herausforderungen für die Interessengemeinschaft Spielplätze Grenchen: Ein neuer Co-Präsident steht fest und die dringende Sanierung des Robinson-Spielplatzes steht an.

Von Janine Aegerter

Das Lindenhaus, Haus der Jugend und Teilbereich der ISG (siehe Kasten), untersteht einem neuen Präsidenten. Samuel Wendel, Pfarrer und bisheriger Präsident, überlässt seinen Posten nach zehn Jahren dem Heilpädagogen Bruno Meier. «Ich bin bekannt als jemand, der einem Politiker auch mal auf die Füsse steht», beschreibt sich Meier selbst.

Er will die Akzeptanz des Jugendhauses in der Gesellschaft weiter verankern und die bisherige positive Entwicklung erhalten. So hat sich das «Jugohaus», wie das Lindenhaus früher oft genannt wurde, zu einem Jugendhaus gemausert, in dem sich Schweizer und Ausländer gleichermassen treffen. Mit seiner Erfahrung, die Meier in bisher 39 Jahren im Kinderheim Bachtelen, aber auch in der Politik gesammelt hat, fühlt er für seine neue Aufgabe gut gerüstet.

Spielplatz-Sanierung nötig

Langweilig wird es Meier bestimmt nicht. Zu tun gibt es genug: Neben seinem Amt als Präsident des Lindenhauses ist er gleichzeitig auch Co-Präsident der ISG. Damit gehören auch die Grenchner Spielplätze in sein Schaffensgebiet. So muss der Robinson-Spielplatz Oelirain dringend saniert werden, damit er auch in Zukunft vielen Kindern Freude bereiten wird. «Momentan ist der Spielplatz etwas verlottert», betont Chantal Heusser, die seit einem Jahr das Präsidium des Spielplatzvorstandes innehat.

Das für die Sanierung nötige Geld muss durch Spenden finanziert werden. Ein Spendenaufruf ist bereits im Gang. Doch der Robinson-Spielplatz ist nicht der Einzige, der Unterstützung benötigt: «Für den Quartierspielplatz Röti haben wir zurzeit niemanden, der Freiwilligenarbeit leistet», so Heusser. Dieses Engagement beinhaltet Betreuung der anwesenden Kinder im Sinn von Spielen und Basteln, jeweils am Mittwochnachmittag. Die anderen drei Quartierspielplätze, die ebenfalls zur ISG gehören, verfügen über diese Betreuung.

Quartierfest für Indianerfreunde

Neben den verschiedenen Herausforderungen gibt es immer wieder Grund zur Freude. So sollten sich alle Indianerfans den 13. Juni in der Agenda markieren. An diesem Tag findet nämlich ein auf dem Spielplatz Lingeriz ein Quartierfest statt. Das diesjährige Thema: Indianer. Jugendliche werden wohl eher am Sommerfest im Lindenhaus interessiert sein, das dieses Jahr am 6. Juni stattfindet.

Neuer Leistungsauftrag

Das Lindenhaus muss neu gemäss Auflage des Gemeinderats auch anderen Vereinen zur Verfügung stehen und zudem eine Fachperson als Jugendarbeiter beschäftigen. «Durch die Nutzung von anderen Vereinen hat sich die Akzeptanz des Jugendhauses stark gesteigert» so Meier. Und mit Jugendarbeiter Matthias Meier ist auch die Frage nach einer Fachperson geklärt.

Noch keine Lösung ist für die aufsuchende Jugendarbeit in Sicht. Bisher fehlen die geeigneten Mittel, um diese wirksam zu gestalten. «Ursprünglich war die aufsuchende Strassenarbeit ein fester Teil des Leistungsauftrags. Doch der Aufbau des Jugendhauses Lindenhaus verschlang so viel Energie, dass diese stiefmütterlich behandelt wurde», erklärte Samuel Wendel. Entsprechend passte man den Leistungsauftrag im Jahr 2004 an, so dass die aufsuchende Arbeit nicht mehr im Leistungsauftrag inbegriffen ist.

Sanierung des Robinson-Spielplatzes: Spenden sind erbeten auf das Konto PC 45-293-3

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