Dieter Minder

«Wir tragen alle möglichen Ideen für das Gebiet zusammen», sagt der Wettinger Gemeindeammann Markus Dieth. Die Gemeinden Wettingen, Würenlos, Killwangen und Neuenhof wollen einen gemeinsamen Entwicklungsrichtplan für das Gebiet zwischen dem Sulperg und dem Heitersberg erarbeiten. Bis Ende Jahr sollten ein Massnahmenkatalog und Aufgabenblätter dazu vorliegen.

Das Gebiet zwischen den vier Gemeinden ist das grösste zusammenhängende unbebaute Areal im Limmattal. Damit kommt ihm eine grosse landschaftsprägende Bedeutung zu. Nur die längs laufenden Verkehrsträger, die Autobahn und die SBB sowie die beidseitigen Kantonsstrassen durchtrennen das Gebiet. Auf der rechten Talseite prägen zudem die Kiesgruben, der Autobahnzubringer Furttal und ein Industriegebiet die Landschaft. Dass an diesen in absehbarer Zeit nicht viel geändert wird, zeigt, dass
das Projekt Landschaftsspange durchaus auch längerfristig angelegt ist.

Gemeinden machen auf Tempo

Mitte Monat haben die Kantone Aargau und Zürich, die Planungsgruppen und die Limmattalgemeinden das Projekt Agglopark Limmattal lanciert. Darin ist die Landschaftsspange oder Querspange als eines der Initialprojekte enthalten. Wie ernst es den vier Gemeinden mit der zukunftsgerichteten Planung ist, beweisen sie nun mit einer neuerlichen Unterschrift unter die Absichtserklärung Landschaftsspange.

Darin vereinbaren sie, nicht nur gemeinsam Ziele und Massnahmen zu erarbeiten, sondern auch deren Realisierung aufeinander abzustimmen. Bereits haben sie sich an Arbeitssitzungen mit dem Thema befasst. Dabei sprachen Wettingen und Wü-renlos schwergewichtig über die rechte und Killwangen und Neuenhof schwergewichtig über die linke Talseite. Im Viererteam wurde dann primär der eigentliche Limmatraum behandelt. Dass die Limmat im Bereich der Gemeinden als Stausee besondere Landschaftsqualitäten aufweist, stellt erhöhte Anforderungen. Ende Jahr sollte der Massnahmenkatalog vorliegen.

Langfristiges Vorhaben

Sollte in den nächsten 15 bis 20 Jahren weiteres Siedlungsgebiet benötigt werden, ist dieses hauptsächlich in den urbanen Gebieten auszuscheiden, betonen die vier Gemeinden. Sollten Gebiete, die heute durch Landschaften von kantonaler Bedeutung oder Siedlungstrenngürtel geschützt sind, beansprucht werden, soll nicht jede Gemeinde für sich planen. Der Raumbedarf sei im Sinne des Projektes Landschaftsspange zu untersuchen, wurde jetzt vereinbart.

Die rechtliche Planungshoheit der einzelnen Gemeinden wird aber von der Absichtserklärung nicht tangiert.