Brugg
Ein Lifting fürs Brugger Freibad

Vor kurzem konnte im Freibad Brugg die neue Sprungturmanlage in Betrieb genommen werden. Am Freitag hat sich der Einwohnerrat mit dem Kredit von 1,79 Millionen Franken für eine weitere Sanierungsetappe zu befassen. Diesmal geht es um die Becken, die Garderoben und die Nebengebäude.

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Schwimmbad Brugg

Schwimmbad Brugg

Aargauer Zeitung

Louis Probst

Das Brugger Freibad ist mittlerweile etwas in die Jahre gekommen. Das jedenfalls geht aus einem Bericht hervor, den der Stadtrat Ende 2007 dem Einwohnerrat vorgelegt hatte. Im Bericht wurde nicht nur auf den Sanierungsbedarf bei den Sprungtürmen hingewiesen - die inzwischen durch elegante Betonkonstruktionen ersetzt worden sind -, sondern auch beim Haupttrakt der Garderoben und seinen beiden Nebenflügeln.

Handlungsbedarf beim Hochwasserschutz

Das Hochwasser vom 9. August 2007 hatte auch die Anlagen des Brugger Hallen- und Freibades stark in Mitleidenschaft gezogen. Sowohl das Untergeschoss des Hallenbades mit den gesamten technischen Einrichtungen wie auch der Technikkeller des Freibades mit den Anlagen für die Aufbereitung des Wassers waren damals unter Wasser gesetzt worden. Bei der umfassenden Sanierung der technischen Einrichtungen waren zwar einfache Präventionsmassnahmen gegen künftige Überschwemmungen umgesetzt worden. Gemäss der Fachstelle Elementarschaden der Aargauischen Gebäudeversicherung besteht jedoch sowohl im Hallen- wie auch im Freibad noch weiterer Handlungsbedarf in Sachen Hochwasser-, aber auch Grundwasserschutz. (Immerhin hatte die Gebäudeversicherung rund eine Million Franken an die Kosten für die Behebung der Hochwasserschäden geleistet.) Die Fachstelle Elementarschadenprävention hat daher die Erstellung eines Konzeptes für den Hochwasser- und Grundwasserschutz durch ein Fachplanungsbüro empfohlen. «Weil dieses Konzept noch nicht vorliegt, sind die daraus entstehenden Folgekosten noch nicht abschätzbar», erklärt der Stadtrat. (lp)

Undichte Schwimmbecken

«Damals», so der Stadtrat in seiner Kreditvorlage, «wurde der bauliche Zustand der Schwimmbecken noch als gut beurteilt. Inzwischen hat sich dieser Zustand deutlich verschlechtert. Zudem hat sich der im Jahre 2006 aufgetragene Farbanstrich in den Becken nicht bewährt, sodass nun auch an den Becken Sanierungsmassnahmen nötig werden.»

Sowohl beim Schwimmer- als auch beim Nichtschwimmerbecken müssten Risse saniert werden, die inzwischen ein Ausmass erreicht hätten, dass der Wasserverlust relevant geworden sei, stellt der Stadtrat fest. Ersetzt werden muss auch die Beschichtung der beiden Becken. Zudem hat sich das Nichtschwimmerbecken verstärkt ungleichmässig abgesenkt. «Es wird vermutet, dass dies eine Folge der übermässigen Schwankungen des Grundwasserspiegels durch das Hochwasser vom August 2007 ist», stellt der Stadtrat fest. «Das Kippen des Beckens bewirkt eine ungleichmässige Durchströmung, was wiederum zu einem höheren Verbrauch an Frischwasser und Chemikalien führt.» Durch das Ausnivellieren des Beckenrandes soll jetzt das Becken sozusagen wieder ins Lot gebracht werden.

Erhalt bestehender Struktur

Das Hauptgebäude des Garderobentraktes mit seinen beiden Wendeltreppen und der Liegeterrasse bleibt in seiner Form erhalten. Die Struktur des Gebäudes, in dem alle publikumsbezogenen Funktionen konzentriert werden, wird saniert. Sämtliche Einbauten werden neu erstellt. Die Warmwasseraufbereitung für die Duschen wird künftig über eine Solaranlage erfolgen. Die beidseitig ans Hauptgebäude anschliessenden einstöckigen Servicetrakte werden durch Neubauten ersetzt. Wobei zwischen dem Hauptgebäude und dem Servicetrakt Süd eine Durchfahrtsöffnung freigehalten wird.

Die Kosten für die zweite Etappe der Freibadsanierung werden auf 1,79 Millionen Franken veranschlagt. Mit rund 1,5 Millionen Franken entfällt der Hauptanteil auf die Sanierung und Erneuerung des Garderobentraktes.

Zum Terminplan erklärt der Stadtrat: «Wegen der Dringlichkeit soll mit den Sanierungsmassnahmen an den Becken unmittelbar nach Ende der Freibadsaison 2009 begonnen werden. Die Sanierung des Garderobentraktes soll, wie im Finanzplan vorgesehen, im Jahr 2011 realisiert werden.»