Ein Kraftwerk neben Machu-Picchu?

In Rheinfelden soll versucht werden, das vom Abriss bedrohte Kraftwerk ins UNESCO-Kulturerbe eintragen zu lassen. Die Liste, die auch den Aletschgletscher und ägyptische Pyramiden schützt.

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Welterbe
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 Sechs Alpenländer wollen unter der Federführung der Schweiz gleich 156 Fundstellen von Pfahlbauten schützen lassen, darunter alleine sechs Hektare im Bodensee. Hier ein Foto einer Fundstelle im Vierwaldstättersee.
 Die Schweiz, Frankreich und vier weitere Staaten wollen auch 22 Bauten von Le Corbusier zum «Erbe der Menschheit» erklären lassen.

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Der Taj Mahal, der Aletschgletscher und die ägyptischen Pyramiden gehören zu den Unesco-Weltkulturerben. Das alte Kraftwerk in Rheinfelden hat das Potenzial, eines zu werden. Doch dafür darf es natürlich nicht abgerissen werden.

Damit das Gebäude aufgenommen wird, muss es von der Jury als «Meisterwerk der menschlichen Schöpfungskraft» angesehen werden. Wird der Antrag behandelt, holt die UNESCO Gutachten von externen Spezialisten ein. Sie beurteilen dann, ob das Kraftwerk eine «herausragende universelle Bedeutung aus historischen, künstlerischen oder wissenschaftlichen Gründen» hat und durch Einzigartigkeit herausragt.

Grosse, aber vielleicht ja auch dehnbare Worte. Das hofft man offenbar zumindest in sechs Alpenländern, die auf einen Schlag gleich über hundert Fundplätze von Pfahlbauten schützen lassen wollen.

Weitere Beispiele von um den begehrten Titel buhlenden Antragsstellern sehen Sie in unserer Bildergalerie.