Matthias Kessler

Mit zwei Stimmen Unterschied: Gemeinderätin Esther Tonini wurde von der Mitgliederversammlung der Dietiker Sozialdemokraten zur Stadtratskandidatin ernannt. In der parteiinternen Ausmarchung um die Nomination für die Verteidigung des Sitzes von Hochbauvorsteherin Gertrud Disler hatte sie sich gegen Esther Sonderegger, Vizepräsidentin der Schulpflege, durchgesetzt (Ausgabe vom letzten Dienstag). Der erste Wahlgang findet am 31. Januar 2010 statt.

Frau Tonini, wie erlebten Sie die Wahl durch die Mitgliederversammlung der SP?
Esther Tonini: Der Wahlausschuss hatte sich, mit unserem Einverständnis, entschieden, der Mitgliederversammlung zwei Kandidatinnen zur Auswahl vorzuschlagen. Nach einem fairen und offenen Vorstellungsgespräch haben sich die anwesenden Mitglieder entschieden, mich als Kandidatin für den Stadtrat zu nominieren. Ich habe mich über diesen Entscheid gefreut. Aber auch Esther Sonderegger wäre eine fähige Kandidatin für dieses Amt gewesen.

Was hat den Ausschlag zu Ihren Gunsten gegeben?
Tonini: Da wir beide während der Abstimmungsdiskussion in den Ausstand getreten sind, und die Abstimmung geheim erfolgte, weiss ich nicht, was den Ausschlag gegeben hat.

Wie werden Sie Ihren Wahlkampf gestalten?
Tonini: Ich werde zusammen mit dem Wahlausschuss die bereits diskutierten Grundideen weiter ausarbeiten.

Wie sehen diese Grundideen aus?
Tonini: Die SP verfügt, im Gegensatz zu andern Parteien, nur über ein beschränktes Budget. Das heisst, ich werde auf die Bevölkerung zugehen und mit ihr den Dialog suchen.

Welche Wahlchancen rechnen Sie sich aus?
Tonini: Ich bin der Überzeugung, dass die Sozialdemokratische Partei mit ihren Anliegen hinsichtlich sozialer Gerechtigkeit, Chancengleichheit und Schutz der Umwelt unbedingt in der Exekutive vertreten sein sollte. Und ich bin sicher, dass ein grosser Teil der Dietiker Bevölkerung dies ebenso sieht.

Bei einer allfälligen Wahl: Haben Sie ein bevorzugtes Ressort?
Tonini: Da ich weiterhin in der Schule Dietikon als Primarlehrerin tätig sein möchte, ist mir das Ressort Schule verbaut. Welches Ressort mir schliesslich übertragen wird, hängt nicht von meinen Wünschen ab. Ich bin überzeugt, dass ich mich überall einarbeiten kann. Ich werde mich in jedem Ressort voll einsetzen.