Coronavirus

Ein Drittel der Maskensendungen am Zoll genügt medizinischen Anforderungen nicht

Eine Atemschutzmaske von vielen: Ein Drittel der Importsendungen im Frühsommer mussten Zoll und Swissmedic beanstanden. (Symbolbild)

Eine Atemschutzmaske von vielen: Ein Drittel der Importsendungen im Frühsommer mussten Zoll und Swissmedic beanstanden. (Symbolbild)

Der Zoll und das Heilmittelinstitut Swissmedic haben beim Import 132 Tonnen Masken überprüft. Bei einem Drittel der untersuchten Sendungen stimmte die Deklarationen nicht mit der gelieferten Ware überein.

(sat) Medizinisch ungenügend: Dies gilt für jede dritte Sendung von Gesichtsmasken, die zwischen dem 11. Mai und dem 12. Juli in die Schweiz eingeführt worden ist. Zu diesem Schluss kommen die Eidgenössische Zollverwaltung und das Schweizerische Heilmittelinstitut Swissmedic nach Abschluss ihrer Untersuchungen. Im Rahmen der Operation «STOP» haben im Frühsommer Behörden aus 99 Ländern unter Federführung der Weltzollorganisation koordiniert Maskenlieferungen untersucht.

In der Schweiz kontrollierten Zoll und Swissmedic insgesamt 29 Sendungen mit medizinischen Gesichtsmasken. Laut einer Mitteilung vom Dienstag entspricht dies einer Menge von über 34,2 Millionen Masken mit einem Gesamtgewicht von 132 Tonnen. Zehn Sendungen – oder knapp ein Drittel – hätten dabei nachweisbar nicht konforme medizinische Gesichtsmasken enthalten. Zur Anzahl medizinisch ungenügender Gesichtsmasken machen Zollverwaltung und Swissmedic keine näheren Angaben.

Mehrere Verfahren bereits abgeschlossen

Schwerpunktmässig seien Sendungen, die für Gesundheitseinrichtungen bestimmt waren, kontrolliert worden. Ebenso Sendungen ab einer Million Stück für kommerzielle Anbieter. Hauptsächlich ging es bei den festgestellten Mängeln um Deklarationsfehler oder fehlende Übersetzungen. Auch fehlende Testnachweise oder Tests von nicht dafür zugelassenen Labors seien festgestellt worden.

Swissmedic entschied sich in der Folge laut Mitteilung, fünf Verwaltungsverfahren zu eröffnen. Eines führte zu einem Verbot, die Gesichtsmasken für eine medizinische Verwendung in Verkehr zu bringen. Zwei weitere führten zur Erteilung respektive Prüfung einer Ausnahmebewilligung nach Covid-19-Verordnungen. In zwei weiteren Fällen seien die Masken zur Verwendung ausserhalb des Gesundheitsbereichs freigegeben worden.

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