Betroffen sind die Kandidaten aller drei Medizinsparten - der Human-, Dental- und Veterinärmedizin. Studienbewerber für die Universitäten Basel, Bern, Freiburg und Zürich müssen sich am 6. Juli dem Numerus clausus stellen. Diese vier Institutionen führen diese Form des Auswahlverfahrens seit 1998 durch.

Die übrigen Universitäten gehen anders vor. In Genf wird ebenfalls eine Prüfung durchgeführt. Die Universität nutzt die Ergebnisse jedoch nicht als Selektionsinstrument. In Lausanne und Neuenburg wird ganz auf Tests verzichtet. In diesen drei Westschweizer Unis erfolgt die Auswahl im Laufe des ersten Studienjahres.

Grosse Nachfrage

Für das nächste Studienjahr ist die Nachfrage erneut sehr gross: 3120 Personen haben sich für einen Studiengang in Humanmedizin an den Universitäten Basel, Bern, Freiburg und Zürich eingeschrieben. wie die SUK am Dienstag mitteilte. Zur Verfügung stehen aber nur 632 Ausbildungsplätze.

Auch die Tiermedizin ist beliebt: 406 Bewerber kandidieren für 150 Studienplätze. Für ein zahnmedizinisches Studium bewarben sich 332 Personen, angeboten werden 139 Plätze.

An den Universitäten, die keine verbindlichen Aufnahmetests durchführen, ist der Andrang nicht geringer: In Genf, wo 187 Plätze angeboten werden, haben sich 512 Personen für ein Studium in Humanmedizin angemeldet. In Lausanne und Neuenburg überragt die Anzahl Anmeldungen die Kapazität um bis das Zweieinhalbfache.

Test unerlässlich

Die Zahl der Bewerberinnen und Bewerber steigt seit Jahren. "Dies widerspiegelt das starke Interesse an Medizinstudiengängen und die wachsende Zahl der Studierenden an den Universitäten", sagt Valerie Clerc, stellvertretende Generalsekretärin der SUK, auf Anfrage der sda.

Erfahrungsgemäss würden 20 Prozent der Kandidaturen bis zum Testtermin zurückgezogen. Dennoch würden die restlichen Anmeldungen die Aufnahmefähigkeit der Unis übersteigen. Ein Test sei deshalb unerlässlich. Dieser erlaube es, diejenigen Studenten mit der grössten Chance auf einen erfolgreichen Studienabschluss auswählen.

Der Test sei von einem Institut in Freiburg ausgearbeitet, erklärt Clerc: "Er dauert einige Stunden und ist ziemlich stressig." Er teste beispielsweise das Erinnerungsvermögen, die Geschwindigkeit und die Konzentration der Bewerber.