Von der Freiheitsstrafe soll der Mann sechs Monate im Gefängnis absitzen müssen. Zudem muss er einem Opfer 15'000 Franken  und eine Busse von 1000 Franken Busse zahlen, wie das Schwyzer Strafgericht am Donnerstag mitteilte. Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.

Eine ehemalige Assistentin warf dem Mann vor, sie sei von ihm 2011 mehrfach sexuell belästigt worden. Im Ferienhaus des Mannes sei es gar zur Vergewaltigung gekommen.

Treffen auf Boot

Die andere Frau, die er über eine Partnervermittlung kennengelernt hatte, warf ihm vor, sie bei einem Treffen auf seinem Boot vergewaltigt zu haben. Sie hatten sich danach mehrmals getroffen.

Der Staatsanwalt forderte für den Mann eine dreijährige Freiheitsstrafe. Davon sollte er ein Jahr absitzen müssen.

Der Beschuldigte wies die Vorwürfe stets zurück. Er erklärte, er habe einvernehmlich gehandelt. Seine Verteidiger verlangten einen Freispruch.

Frauen leisteten Widerstand

Das Gericht hält die Aussagen der Opfer für glaubwürdig. Aufgrund des verbalen wie nonverbalen Widerstands der Frauen hätten dem Beschuldigten Zweifel am Einverständnis der beiden zum Geschlechtsverkehr aufkommen müssen, heisst es in der Kurzbegründung des Gerichts.

Der heute 60-jährige Unternehmer war 2011 in St. Gallen Spitzenkandidat der BDP bei den Nationalratswahlen. Gleichzeitig kandidierte der einstige SVP-Anhänger für den Ständerat.

Nach Bekanntwerden der Vorwürfe und der Strafuntersuchung im Wahlkampf, zog der Politiker nach Aufforderung der BDP seine beiden Kandidaturen zurück.