Affäre Hildebrand
Ehefrau Kashya Hildebrand bricht ihr Schweigen

Die Frau, die in der «Affäre Hildebrand» eine zentrale Rolle spielte, hat diese Woche vom SNB-Bankrat einen Persilschein erhalten. In der Zeitung „Der Sonntag“ äussert sich die Frau des Ex-SNB-Präsidenten dazu.

Drucken
Teilen
Kashya Hildebrand spricht vor einem Gemälde des chinesischen Kuenstlers Tiangbing Li an der Kunstmesse in Singapur,

Kashya Hildebrand spricht vor einem Gemälde des chinesischen Kuenstlers Tiangbing Li an der Kunstmesse in Singapur,

Keystone

Der Bankrat teilte mit, die Untersuchung der Transaktionen von Kashya Hildebrand durch das Wirtschaftsprüfungsunternehmen KPMG habe «keine Reglementsverletzungen» zutage gefördert. «Ich habe nichts anderes erwartet, als dass die Überprüfung zu diesem Schluss kommt», sagt Kashya HIldebrand dazu. «Ich bin glücklich, dieses Kapitel nun schliessen zu können.»

Philipp Hildebrands Gattin möchte «vorwärtsschauen» und sich wieder voll und ganz ihrer grossen Leidenschaft widmen: der Kunst. Der weltweite Markt sei zurzeit hochspannend, erzählt Kashya Hildebrand. Inspirierend sei besonders die Entwicklung der Kunst im Nahen Osten, vor allem in Iran und Syrien. «Diesen Teil der Welt finde ich sehr faszinierend», sagt sie dem „Sonntag“ weiter. Die Galerie von Kashya Hildebrand befindet sich in Zürich, «aber mehr als 80 Prozent meines Business finden ausserhalb der Schweiz statt», sagt sie – «das ist ja der Hintergrund der ganzen Geschichte der letzten Monate.» Die Amerikanerin mit pakistanischen Wurzeln reist viel: «Unsere Kunstsammler sind in Singapur, Abu Dhabi, New York und Miami.» Ex-SNB-Präsident Hildebrand hat an der Universität Oxford eine Gaststelle als Forschungsbeauftragter angenommen. Er lebt aber auch während dieses Sabbaticals mit seiner Familie in Zürich, «er reist einfach für einige Tage pro Woche nach Oxford», wie die Ehefrau sagt. Offenbar hat er mehrere hochkarätige Job-Angebote für die Zeit nach diesem Sabbatical.

Aktuelle Nachrichten