Erdbeben

EDA sucht nach Erdbeben Kontakt zu Schweizern in Nepal

In Kathmandu düften sich Dutzende Schweizer aufhalten

In Kathmandu düften sich Dutzende Schweizer aufhalten

In dem von einem starken Erdbeben erschütterten Nepal halten sich Dutzende Schweizerinnen und Schweizer auf. Verschiedene Stellen, darunter das Eidg. Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA), treffen Abklärungen über deren Verbleib.

Der Schweizer Botschaft in Kathmandu lägen derzeit keine Informationen über Schweizerinnen und Schweizer vor, die durch das Erdbeben Schaden erlitten hätten oder gar als Opfer betroffen seien. Dies erklärte das EDA rund fünf Stunden nach dem Beben auf Anfrage.

Die Botschaft in Kathmandu stehe in Kontakt mit den lokalen Behörden und versuche weiter, möglichst umfassend und bald weitere Informationen über die Schweizerinnen und Schweizer vor Ort zu erhalten. Es werde ferner auch zusammen mit der Humanitären Hilfe des Bundes geprüft, ob allfällige Hilfsmassnahmen seitens der Schweiz notwendig seien.

Die Globetrotter Group, eine der führenden Schweizer Anbieterinnen von Nepal-Reisen, ist zurzeit daran, mit den 64 Nepal-Reisenden Kontakt aufzunehmen. Mit rund der Hälfte sei dies gelungen. Sie seien wohlauf, sagte André Lüthi von Globetrotter auf Anfrage. Die meisten von ihnen hielten sich im Raum Kathmandu auf.

Es handle sich sowohl um Individual- wie auch Gruppen-Reisende. Der telefonische Kontakt, auch nach Kathmandu, werde immer schwieriger, musste Lüthi Stunden nach dem Beben feststellen. Für die Angehörigen sei eine Helpline eingerichtet worden.

Nacht im Zelt

Helvetas-Programmberater Jürg Merz, der seit 17 Jahren in Nepal im Einsatz steht, sprach auf telefonische Anfrage in Kathmandu vom "bei weitem grössten Beben", das er bisher in dem Himalaya-Land erlebt hat. Merz war im Haus vom Beben überrascht worden und lief nach Abklingen der Erschütterungen wie die meisten Menschen raus auf die Strasse.

Dort hielten sich auch am frühen Abend (Ortszeit) noch fast alle Einwohner auf, aus Angst vor weiteren Nachbeben. Zum Glück regne es nicht. Er habe hinter dem Haus einen kleinen Garten mit einem Zelt. Wahrscheinlich werde er die Nacht dort verbringen. Dort wo er lebe, im südlichen Teil der nepalesischen Hauptstadt, seien keine Häuser eingestürzt. Es habe in einigen Gebäuden Risse gegeben.

Von den 230 Helvetas-Angestellten, darunter fünf Ausländer, habe er bisher keine schlechten Neuigkeiten erhalten. Sie scheinen alle wohlauf zu sein. Nepal, wo das Hilfswerk seit 60 Jahren im Einsatz steht, ist heute das grösste Landesprogramm von Helvetas.

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