EDA-Delegation nimmt Augenschein in Gazastreifen und Westjordanland

Viele verloren ihr Zuhause

Viele verloren ihr Zuhause

Eine Delegation des Schweizer Aussenministeriums (EDA) hat sich während fünf Tagen einen Eindruck von der Situation in den palästinensischen Gebieten Gazastreifen und Westjordanland verschafft. DEZA-Vizedirektor Toni Frisch kündigte eine Aufstockung der Schweizer Hilfe an.

Die Hilfsprogramme der Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) für die palästinensischen Gebiete, die im vergangenen Jahr einen Umfang von 21 Millionen Franken erreichten, würden 2009 mit weiteren 4,25 Millionen Franken ausgestattet, sagte Frisch in Jerusalem vor Journalisten.

Allerdings müsse zuerst einmal der Zugang zum Gazastreifen garantiert sein, bevor der Wiederaufbau beginnen könne.

Schockiert hätten ihn vor allem die Schäden an der Landwirtschaft und an Schulen im Gazastreifen, sagte Frisch. Viele Menschen seien traumatisiert, vor allem jene, die ihr Haus oder ihre Wohnung verloren hätten.

Die Menschen im Westjordanland wiederum könnten wegen der Unzahl von israelischen Sperren und Kontrollpunkten nicht normal leben, sagte Marcel Stutz, Leiter der EDA-Abteilung II Afrika/Naher Osten.

Während der 22 Tage dauernden israelischen Angriffe auf den Gazastreifen waren ab 27. Dezember vergangenen Jahres nach Angaben von palästinensischen Rettungskräften rund 1300 Palästinenser ums Leben gekommen, darunter über 400 Kinder. Zudem wurden mehr als 5300 Menschen verletzt.

Die Regierung in Jerusalem rechtfertigte die Militärschläge damit, die andauernden Raketenangriffe aus dem Gazastreifen auf Israel unterbinden zu wollen.

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