Ursprünglich hätte die DV im Palais de Beaulieu in Lausanne stattfinden sollen. Da jedoch die Gewerkschaft Unia zur gleichen Zeit am gleichen Ort ihre Versammlung abhält, hatte diese durchgesetzt, dass die SVP ihre DV an einem anderen Ort durchführt.

Die Unia befürchtete, dass es nach der Abstimmung über die SVP-Ausschaffungsinitiative am 28. November zu Reibereien kommen könnte. Die SVP wandte sich darauf an die Universität Lausanne.

Grund für die vor gut einer Woche erfolgte Ablehnung der Uni Lausanne, ihre Räumlichkeiten für die Parteiversammlung zur Verfügung zu stellen, waren Drohungen, welche die Universität erhalten hatte.

Anonyme Flugblätter hatten dazu aufgefordert, Fenster einzuschlagen, die Räumlichkeiten, in denen die DV stattfinden sollte, zu verwüsten sowie die Autoreifen der SVP-Mitglieder zu zerstechen.

"Ganzen Kanton abgeklopft"

Die SVP suchte darauf einen neuen Versammlungsort in der Waadt. "Wir haben den ganzen Kanton abgeklopft, um eine Lösung zu finden", sagte SVP-Generalsekretär Claude-Alain Voiblet zur Nachrichtenagentur SDA.

In 19 Gemeinden sei man vorstellig geworden - ohne Erfolg. Der grosse Saal in Yvonand sei eine Option gewesen, fasse aber höchstens 450 Personen.

Nun wird die SVP Schweiz ihr Parteiprogramm 2011-2015 im Stil einer Landsgemeinde unter freiem Himmel in Coinsins bei Rolle abhalten, rund 20 Minuten von Lausanne entfernt. Das Terrain gehört dem dortigen Gemeindepräsidenten, dem SVP-Kantonsparlamentarier Jean-Marc Sordet.

Die Versammlung auf der Wiese am Samstag, den 4. Dezember, dauert von 10 Uhr bis 14.30 Uhr. Es werden Zelte aufgestellt für die Küchen, die Sanitäranlagen und die Medien.

Seit 2007 - als der damalige Bundesrat Christoph Blocher am Comptoir Suisse auftrat und es zu Ausschreitungen kam - machen Linksextreme in der Waadt mobil, sobald die SVP eine Versammlung organisieren will.