Drittes Todesurteil gegen «Chemie-Ali» verhängt

Chemie-Ali wieder zum Tod verurteilt

Chemie-Ali wieder zum Tod verurteilt

Ein irakisches Gericht hat gegen den als «Chemie-Ali» bekannten Cousin des früheren Präsidenten Saddam Hussein das dritte Todesurteil verhängt.

Das Gericht befand Ali Hassan al-Madschid wegen Vertreibung und Ermordung schiitischer Muslime im Jahr 1999 des Verbrechens gegen die Menschlichkeit schuldig. Damals war das Militär in Schiiten-Viertel vor allem in Bagdad eingedrungen, um Demonstrationen nach der Ermordung eines Geistlichen zu unterbinden.

Al-Madschid war bereits in früheren Prozessen zum Tod verurteilt worden. Er war wegen des Einsatzes von Giftgas gegen Kurden in den 80er Jahren und die Niederschlagung eines Schiiten-Aufstandes 1991 schuldig gesprochen worden. Politische Streitigkeiten haben die Vollstreckung des Urteile bisher verhindert.

Der frühere Aussenminister Tarik Asis wurde dagegen freigesprochen. Der Staatsanwalt habe nicht beweisen können, dass Asis an der brutalen Niederschlagung des Schiiten-Aufstandes beteiligt gewesen sei, hiess es in dem Urteil, das in Bagdad verkündet wurde.

Asis steht allerdings noch in einem anderen Verfahren wegen der Hinrichtung von 42 Händlern in Bagdad im Jahr 1992 vor Gericht.

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