Falsche Rezepte

Drei Tessiner Apotheker wegen Betruges angeklagt

In drei Tessiner Apotheken wurde gemauschelt (Symbolbild)

In drei Tessiner Apotheken wurde gemauschelt (Symbolbild)

Die Tessiner Staatsanwaltschaft hat Anklage gegen drei Apotheker erhoben. Den Beschuldigten wird vorgeworfen, mehrere Krankenkassen sowie Unfall- und Invalidenversicherer mit Hilfe falscher Rezepte um rund 1,5 Millionen Franken betrogen zu haben.

Die Tessiner Staatsanwaltschaft fordert in einem verkürzten Verfahren bedingte Haftstrafen zwischen 22 und zehn Monaten, wie aus einem Communiqué von Dienstag hervorgeht.

Bei den beschuldigten Apothekern handelt es sich um zwei Frauen und ein Mann. Alle drei sollen in den Jahren 2004 bis 2009 bei den Krankenkassen und Versicherern Rezepte für Medikamente eingereicht haben, die nie an die Kunden abgegeben wurden. Diese erhielten stattdessen Gutscheine für andere Produkte.

Der daraus entstandene Schaden sei auf 1,5 Mio Franken zu beziffern, hiess es im Communiqué. Eine halbe Million Franken davon sei als Gewinn an die Beschuldigten abgefallen.

Der Mann muss sich zudem wegen des Handels mit in der Schweiz nicht zugelassenen Medikamenten sowie Amphetaminen verantworten. 60 weitere Personen, darunter Mitarbeiter und Kunden, sollen in die Fälle verwickelt sein. Gegen sie werde ebenfalls ermittelt.

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