Sammelaktion

Drei Kinder verschlucken Nano-Figur von der Migros

Spot zur Migros-Sammelaktion «Nanomania»

Spot zur Migros-Sammelaktion «Nanomania»

Seit drei Wochen läuft die Sammelaktion Nanomania von Migros. Drei Kinder haben bereits eine Figur verschluckt, der 4-jährige Jona musste gar operiert werden. Eigentlich seien die Figuren zu gross zum Verschlucken, sagt ein Arzt gegenüber der az.

Die Nanos sind los! Während sechs Wochen gilt bei der Migros: Sammeln, sammeln, sammeln. Denn für jeden Einkauf von 20 Franken gibt es eine Nano-Figur mit Sticker. Werden mindestens 60 Franken bei der Migros liegen gelassen, gibt es zudem jeden Mittwoch eine spezielle Figur. Diese Woche wird der im Dunkeln leuchtende «Luxibus» verteilt.

Die Kinder sind begeistert, die Eltern eher weniger.

Drei Kinder haben seit Beginn der Aktion bereits einen Nano verschluckt, wie die Migros bestätigte. In zwei Fällen hätten die Kinder die Figuren wieder ausgeschieden. Der 4-jährige Jona Fux musste sich jedoch im Spital Oberwallis behandeln lassen, wie die Sendung «Kassensturz» vom Dienstag berichtete. Dort wurde ihm die Figur unter Vollnarkose aus dem Magen entfernt.

Nanos sind Gefahr

Mit diesen Vorfällen hat sich bewahrheitet, wovor Ärzte bereits zu Beginn der Aktion warnten. «Die Figuren sehen aus wie eine Tablette oder ein Bonbon», sagt Prof. Dr. Urs Frey, ärztlicher Direktor des Kinderspitals Basel gegenüber der az. Dies animiere die Kinder, die Figuren in den Mund zu nehmen.

Doch verschluckt werden könnten Spielsachen von der Grösse der Nano-Figuren eigentlich nicht, so Frey: «Sie bleiben meist im Bereich des hinteren Rachenraums stecken.» Verschluckt würden meist kleinere Gegenstände.

Die Nano-Figuren

Die Nano-Figuren

In solchen Fällen sollte man das Kind mit dem Kopf nach unten halten und ihm auf den Rücken klopfen, rät der Dr. Urs Frey. Häufig würden die Gegenstände dann ausgespuckt. «Falls sich der Gegenstand aber nicht entfernen lässt, sollte man sofort einen Notfall aufsuchen.»

Migros stellt Nanos nicht ein

Der Detailhändler wolle trotz den jüngsten Vorfällen die Nanos nicht frühzeitig aus dem Verkehr ziehen, sagte Migros-Sprecher Urs Peter Naef gegenüber «Kassensturz». Es könne immer etwas passieren. Auch mit anderen Spielsachen oder Gegenständen. (lds)

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