Iran

Drei Iraner nach Anschlag auf Moschee gehängt

Das Innere der Moschee (Archiv)

Das Innere der Moschee (Archiv)

Zwei Tage nach dem Bombenanschlag auf eine iranische Moschee mit bis zu 23 Toten sind drei Männer öffentlich gehängt worden. Sie sollen den Sprengstoff für die Bluttat aus dem benachbarten Ausland ins Land geschmuggelt haben.

Die ostiranische Provinz Sistan-Belutschistan, in deren Hauptstadt Zahedan die Bombe detonierte, grenzt an Afghanistan und Pakistan. Nach Angaben der Nachrichtenagentur ISNA werden derzeit zwei weitere Tatverdächtige vernommen.

Derweil übernahm nach Angaben staatlicher Medien die sunnitische Extremistenorganisation Jundullah die Verantwortung für die Bluttat, bei der am Donnerstag auch mehr als 150 verletzt worden waren.

Die iranische Regierung hat Jundullah sowie Grossbritannien und die USA bereits mehrfach beschuldigt, Zwietracht zwischen Schiiten, die die Mehrheit im Iran stellen, und Sunniten zu schüren. Lokale Politiker und Prediger hatten am Freitag erklärt, die USA steckten hinter der Bluttat.

Washington wies die Vorwürfe zurück. "Die USA verurteilen streng alle Formen des Terrorismus", sagte ein Sprecher des Aussenministeriums. Im Iran wird in zwei Wochen der Präsident neu gewählt, da die erste Amtszeit des umstrittenen Staatsoberhauptes Mahmud Ahmadinedschad ausläuft.

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