Drehscheibe
Für Russland ist die Schweiz als Rohstoffhandelsplatz unverzichtbar – doch in diesem Bereich gibt es keine Sanktionen

80 Prozent der russischen Rohstoffe werden über die Schweiz gehandelt. Für die Wirtschaft Russlands ist diese Drehscheibe von grosser Bedeutung, und die Rohstoffbranche ist eng mit der Putin-Regierung verbandelt. Doch für Sanktionen sieht der Bundesrat keine Notwendigkeit.

Christoph Bernet 7 Kommentare
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Grundsteinlegung für die Nord-Stream-2-Pipeline nahe St.Petersburg (Archivbild 2010).

Grundsteinlegung für die Nord-Stream-2-Pipeline nahe St.Petersburg (Archivbild 2010).

Bild: Dmitry Lovetsky/AP

Der grossflächig ausgeführte Angriff russischer Truppen in der Ukraine auf Geheiss von Wladimir Putin hat Europa in Aufruhr versetzt. Auch der Bundesrat hat sich an seiner ausserordentlichen Sitzung am Donnerstag mit dem Thema Sanktionen befasst. Er entschied sich dafür, jene Strategie fortzusetzen, welche er bereits nach der Annexion der Krim-Halbinsel 2014 angewandt hatte: Die Schweiz will verhindern, dass die von der EU ergriffenen Sanktionen mit Hilfe der Schweiz umgangen werden können.