Nachrichtenagentur
Doris Leuthard zum Streik: «Die SDA ist extrem wichtig»

Der Streik der Nachrichtenagentur SDA beschäftigt auch den Bundesrat. Doch der Staat könne nur «minim» helfen, sagt Doris Leuthard im AZ-Videointerview.

Patrik Müller
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Am Rand eines «No Billag»-Podiums in Baden äusserte sich am Mittwochabend Medienministerin Doris Leuthard zum Streik der SDA-Journalisten.

Im Interview mit den Co-Leiterinnen der AZ-Bundeshausredaktion Doris Kleck und Anna Wanner betont Leuthard, eine direkte Unterstützung der SDA durch den Bund sei gesetzlich nicht möglich. «Die Rolle des Staates ist minim», so die Bundesrätin. Eine kleine Unterstützung sei einzig über das Sprachengesetz möglich.

Indirekte Kritik

Leuthard betont, der Bund sei ein guter Kunde der SDA und kaufe dessen Produkte ein. Die SDA sei «extrem wichtig» für die Medienvielfalt, gerade für kleinere Verlage.

Indirekte Kritik äussert Leuthard an den Aktionären der SDA. Dazu zählen Tamedia, NZZ, die SRG und weitere Medienunternehmen.

Leuthard sagt, als damals die SDA das Monopol erlangte, nachdem die Konkurrentin AP vom Markt verschwand, habe es geheissen, alles sei wunderbar. Doch jetzt, in der Krise, seien die Aktionäre noch nie beim Bundesrat vorstellig geworden.