Die Task Force müsse sich darüber klar werden, wie die Schweiz künftig mit Steuerdelikten umgehe, die in anderen Ländern strafbar seien, sagte Leuthard. Dabei müsse sie auch klären, ob künftig für Steuerhinterziehung weiter das Bankgeheimnis gelten solle.

Die Volkswirtschaftsministerin machte zudem klar, dass sie sich ein schnelleres Vorgehen zum Schutz des Bankgeheimnisses gewünscht hätte. Dazu seien verschiedene Vorgehensweisen denkbar gewesen, sagte Leuthard. Wichtig sei nun, dass die Task Force schnell reagiere und eine Strategie festlege, um das Bankgeheimnis zu schützen.

Leuthard stösst sich nicht daran, dass sie selber im bundesrätlichen Krisenausschuss nicht vertreten ist. Die Justiz und die Diplomatie seien zweifellos gefordert, sagte sie in Anspielung darauf, dass Eveline Widmer-Schlumpf und Micheline Calmy-Rey dem Ausschuss angehören.

Wichtiger sei, dass viele Experten in der Task Force vertreten seien, die den US-Markt kennen würden. Die Verfahren gegen die UBS in den USA müssten mit starker Hand begleitet werden.

Der Bundesrat hatte am Mittwoch einen Dreierausschuss bestimmt und eine Task Force eingesetzt. Sie sollen ohne Verzug eine Strategie entwickeln, um die Interessen der Schweiz in der Bankenkrise zu wahren.