Strassenverkehr

Doris Leuthard: «Wir können Strassennetz nicht endlos ausbauen»

Doris Leuthard im Porsche 918 Spyder während des Automobilsalons (Archivbild).

Doris Leuthard im Porsche 918 Spyder während des Automobilsalons (Archivbild).

Verkehrsministerin Doris Leuthard glaubt, dass in bis zu zehn Jahren, führerlose Autos auf unseren Autobahnen herumfahren. Das Strassennetz könne man aber nicht endlos ausbauen.

22'000 Staustunden gibt es derzeit jährlich auf den Schweizer Autobahnen. Diese Staus werden sich in nächster Zeit kaum auflösen, weil gemäss Verkehrsministerin Doris Leuthard die Engpässe nur schleppend beseitigt werden können. Auch der Ausbau der Autobahn kommt in ihren Augen zu wenig schnell voran: "Wir hinken hintendrein mit dem Ausbau der Autobahn", sagt die CVP-Politikern gegenüber der Sendung "Schweiz Aktuell". 75 Prozent des Staus seien aber auf mangelnde Kapazität zurückzuführen. Derzeit gibt der Bund zwei Milliarden Franken für die Schweizer Strassen aus. Weil vieles in den 1970er-Jahren gebaut wurde, gerät man nun in eine teure Sanierungsphase.

Kommt eine Tunnelgebühr?

Wegen der Bevölkerungszunahme werden die Staus auf den Strassen weiter zunehmen, daher setzt sie ihre Hoffnung ins Verkehrsmanagement mit elektronischen Verkehrstafeln und Echtzeit-Infos per Smartphone. Dazu "müssen wir versuchen, in den Spitzenzeiten den Verkehr zu reduzieren". Sie denkt dabei auch an Modelle, bei der häufigere Nutzer mehr zahlen müssten. "Wer viel nutzt, soll mehr beitragen zu den Kosten des Systems." Sie denkt zum Beispiel an Gebühren für bestimmte Strassenabschnitte wie Tunnels.

Leuthard sieht auch futuristische Autokonzepte auf dem Vormarsch: «In sieben bis zehn Jahren sehen wir führerlose Autos auf Schweizer Autobahnen», sagt die Bundesrätin. Ausserdem soll der Verkehr mit neuen Antriebsarten klar umweltfreundlicher werden. 

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