In der Zeitung "Sonntag" sagt sie: «Seit mehreren Jahren werden politische Themen personalisiert, emotionalisiert und visualisiert. Das ist legitim, führt aber leider immer wieder zu Aktionen, die die Grenzen des guten Geschmacks überschreiten. Das untergräbt letztlich eine lebendige, integrierende Politkultur.» Auch unter dem Juso selber wird Kritik laut. Auf der Juso-Homepage wird das Plakat sehr kontrovers diskutiert. Von «SVP-Niveau» ist dort die Rede, viele halten das Plakat für «unter der Gürtellinie», einige sagen sogar, sie hätten sich «geschämt, Genossen zu sein». Selbst in der SP-Fraktion wird hinter vorgehaltener Hand Kritik laut am Plakat. «Die Blutgrätsche der Juso könnte der Initiative schaden», sagt ein SP-Nationalrat. «Die Bevölkerung reagiert auf Grenzüberschreitungen in der politischen Debatte sensibel.» Juso-Chef Cedric Wermuth selber verteidigt das Plakat: «Wir wollen über die Realität diskutieren. Wer Waffen nach Pakistan oder Deutschland liefert, hat Blut an den Händen. Die Schweiz stellt Wirtschaftsinteressen über Menschenleben. Dies aufzuzeigen halte ich für legitim.»