ABB
Doris Leuthard besucht die ABB - ganz steril verhüllt

Innert eines knappen Jahres hat ABB in Lenzburg West die Produktion von Leistungshalbleitern für 150 Millionen Franken ausgebaut. Am Freitag wurde die neue Halbleiterfabrik eingeweiht. Mit dabei war Bundespräsidentin Doris Leuthard.

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Doris Leuthard bei ABB - Einweihung der neuen ABB Halbleiterproduktion
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Doris Leuthard bei ABB - Einweihung der neuen ABB Halbleiterproduktion
Doris Leuthard bei ABB - Einweihung der neuen ABB Halbleiterproduktion
Doris Leuthard bei ABB - Einweihung der neuen ABB Halbleiterproduktion
Doris Leuthard bei ABB - Einweihung der neuen ABB Halbleiterproduktion
Doris Leuthard bei ABB - Einweihung der neuen ABB Halbleiterproduktion
Doris Leuthard bei ABB - Einweihung der neuen ABB Halbleiterproduktion
Doris Leuthard bei ABB - Einweihung der neuen ABB Halbleiterproduktion
Doris Leuthard bei ABB - Einweihung der neuen ABB Halbleiterproduktion
Doris Leuthard bei ABB - Einweihung der neuen ABB Halbleiterproduktion
Doris Leuthard bei ABB - Einweihung der neuen ABB Halbleiterproduktion
Doris Leuthard bei ABB - Einweihung der neuen ABB Halbleiterproduktion
Doris Leuthard bei ABB - Einweihung der neuen ABB Halbleiterproduktion

Doris Leuthard bei ABB - Einweihung der neuen ABB Halbleiterproduktion

Fritz Thut

Mit dem Ausbau der High-Tech-Produktionseinheiten für die immer wichtiger werdenden Leistungshalbleiter hat die ABB Semiconductors Voraussetzungen geschaffen, ihre Kapazitäten je nach Produktefamilie zu verdoppeln oder zu verdreifachen, wie Leiter Bernhard Eschermann gestern ausführte.
Für die Region fast noch wichtiger ist die Tatsache, dass mit dem Hochfahren der Produktion die Zahl der Arbeitsplätze innert weniger Jahre von gegenwärtig 500 auf 700 im Endausbau gesteigert wird.

Sicher kein Nachteil für die ABB-Verantwortlichen ist dabei die Aufhebung des Kontingents für Facharbeitskräfte von ausserhalb des EU- und Efta-Raums durch den Bundesrat in dieser Woche. «Eine Chinesin konnte wegen der noch gültigen Einschränkungen eine hier geplante Ausbildung nicht antreten», erwähnt Eschermann gegenüber der AZ ein Beispiel.

Leuthard im Schutzanzug

Doch am Freitag war ein Freudentag für alle Beteiligten. Die teilweise hochreinen, staubfreien Reinräume konnten bei den Besuchern der Einweihungsfeier durch die Fenster betrachtet werden, während Bundespräsidentin Doris Leuthard zusammen mit ABB-Schweiz-Chefin Jasmin Staiblin in einen weissen Schutzanzug schlüpfte und die Produktion quasi von innen mitverfolgte.

Vorgängig erläuterte Peter Leupp, Leiter Division Energietechniksysteme und Mitglied der ABB-Konzernleitung, in einer mehrheitlich auf Englisch gehaltenen Medienkonferenz, wieso seine Firma gerade in diesen Zeiten auf die Leistungshalbleiter setzt und in Lenzburg derart viel investiert: «Wir sehen hier einen Wachstumsmarkt. Ein Markttreiber ist das weltweit spürbare Bekenntnis zum Klimaschutz.»

Die Produkte, die an der Lenzburger Fabrikstrasse hergestellt werden, kommen weltweit dort zum Einsatz, wo Wechselstrom in Gleichstrom (und umgekehrt) umgewandelt werden muss. Dies ist beispielsweise überall dort der Fall, wo elektrische Energie über grosse Distanzen transportiert werden muss, was mit der Nutzbarmachung von Alternativenergien immer häufiger passiert.

Und so konnte für einmal nicht ein lokaler Politiker, sondern Peter Leupp festhalten: «Dies ist ein wichtiger Tag für Lenzburg.» Selbstredend pflichteten die meisten Teilnehmer der abendlichen Einweihungsfeier dieser Aussage bei.