Discounter Lidl will auf täuschende Aussagen verzichten

Lidl verzichtet auf täuschende Aussagen

Lidl verzichtet auf täuschende Aussagen

Die Stiftung Konsumentenschutz (SKS) und Lidl haben sich geeinigt. Lidl wolle auf täuschende Aussagen in seiner Werbung verzichten, die SKS ziehe daher ihre Anzeige gegen den Discounter zurück, teilte die Konsumentenorganisation am Montag in Bern mit.

Die SKS hatte kritisiert, dass Lidl bezüglich Produktionsmethoden von Früchten und Gemüsen mit falschen Aussagen werbe. So habe der deutsche Discounter behauptet, dass "Swiss-Garantie"-Produkte ohne Chemie hergestellt würden. "Swiss-Garantie" gebe jedoch lediglich Auskunft über die Herkunft.

Lidl verzichtet der SKS zufolge nun auf die irreführende Aussage und löschte diese von der Webseite. Die gedruckte Broschüre mit dieser Aussage wird Lidl ab Juni nicht mehr verwenden. Die SKS zog daher die Klage zurück.

Der Discounter werde auch die Werbeaussagen zu seiner Deklaration "Besonders Tierfreundliche Stallhaltung (BTS)" überarbeiten und das Logo abändern, das bisher Tiere vor dem Stall zeigte. Über die Gestaltung des Logos verhandle die SKS zurzeit noch mit Lidl.

Wie unterdessen bekannt wurde hat die Supermarkt-Kette wegen der jüngsten Datenschutz-Affäre ihren Deutschland-Chef Frank-Michael Mros entlassen. Der 45-Jährige werde mit sofortiger Wirkung von seinen Aufgaben entbunden, teilte Lidl in Neckarsulm mit.

Damit ziehe das Unternehmen die Konsequenzen "aus den jüngsten Vorwürfen zum Datenschutz". Nachfolger werde Jürgen Kisseberth. Der 59-Jährige war nach Unternehmensangaben seit über zwei Jahrzehnten in unterschiedlichen leitenden Funktionen im Unternehmen tätig.

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