Der Kanton hat den Gemeinden ein umfangreiches Dossier mit dem Generellen Projekt für die Umfahrung Mellingen zugestellt. Die Negativbotschaft darin, statt der bisher angenommen 25 Millionen Franken, dürfte die Umfahrung 41,8 Millionen Franken kosten. Darin enthalten sind 7 Millionen Franken für flankierende Massnahmen. Trotz der Mehrkosten von rund 16,8 Millionen ist Gretener überzeugt: «Dieses Projekt ist sein Geld wert.» Nur wenn die Umfahrung realisiert wird, kann die Mellinger Altstadt vom Verkehr entlastet werden. Der Gemeinderat hat noch einige Fragen zum Generellen Projekt: «Wir haben mit Regierungsrat Peter C. Beyeler einen Gesprächstermin vereinbart.» Danach will sich der Gemeinderat zur neuen Situation äussern: «Wir beabsichtigen eine Orientierung für die Bevölkerung durchzuführen.» Gretener erinnert auch daran, dass das Vorgängerprojekt mit dem Gruemettunnel wesentlich teurer gewesen wäre.

Opposition aus Wohlenschwil

Im 1. Quartal 2010 soll sich die Bevölkerung zum Generellen Projekt äussern können, dies ist im Terminplan des Kantons festgehalten. Im Sommer soll es dem Grossen Rat unterbreitet werden, der dann im Herbst darüber entscheiden soll. Anschliessend läuft die Referendumsfrist. Bereits jetzt gewährt die Gemeinde Wohlenschwil der Öffentlichkeit Einsicht ins Projektdossier. Aus dieser Gemeinde und insbesondere deren Ortsteil Büblikon kommt die Hauptopposition gegen den Umfahrungsabschnitt Birrfeldstrasse bis Lenzburgerstrasse. Dagegen ist der Abschnitt von der Haltestelle Mellingen Heitersberg über die Reuss bis zur Birrfeldstrasse weitgehend unbestritten.