Lottogewinn
Diese Lotto-Glückspilze trotzten jeder Wahrscheinlichkeit – und gewannen mehr als einmal

Der grösste Lotto-Jackpot der Schweizer Geschichte wartet am Samstag auf hoffnungsvolle Spieler. Obwohl die Wahrscheinlichkeit auf einen Lottogewinn verschwindend klein ausfällt, zeigen die Schicksale dieser Glückspilze, dass nichts unmöglich ist.

Sandra Meier
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Wie wahrscheinlich ist es, mehr als einmal im Lotto zu gewinnen? Absolut unwahrscheinlich - dennoch haben wir ein paar Mega-Glückspilze gefunden. Einer stammt aus dem Kanton Tessin.

Wie wahrscheinlich ist es, mehr als einmal im Lotto zu gewinnen? Absolut unwahrscheinlich - dennoch haben wir ein paar Mega-Glückspilze gefunden. Einer stammt aus dem Kanton Tessin.

Keystone

Das Lotto-Fieber hat seit rund drei Wochen die Schweiz erfasst. Da der Jackpot am vergangenen Mittwoch erneut nicht geknackt wurde, warten heute Samstag 70 Millionen Franken auf einen möglichen Gewinner oder eine Gewinnerin – erneut ein neuer Rekord in der Schweizer Swisslos-Geschichte.

Zwar ist die Wahrscheinlichkeit, die sechs richtigen Zahlen sowie die Zusatzzahl zu erraten, mit 1:31 Millionen für den einzelnen Spieler verschwindend gering, dennoch lassen sich unzählige Glücksjäger nicht abschrecken – und dies vielleicht zurecht: Denn diese Glückspilze haben mehr als einmal auf die richtigen Zahlen getippt und damit noch kleineren Wahrscheinlichkeiten als derjenigen des Swisslos-Jackpots getrotzt:

So der US-Bürger Christopher Kaelin aus Chicago, der zwar nicht den Jackpot knackte, dafür aber sogar drei Mal einen Lottogewinn einheimste. Der Lottosprecher von Illinois, Mike Lang, beurteilte die Wahrscheinlichkeit eines Dreifachgewinns gemäss «Welt» als «eigentlich fast unmöglich». Was jedoch noch unmöglicher scheint: Kaelin kaufte seine drei Scheine alle an derselben Tankstelle, seiner «Glückstankstelle».

Wahrscheinlichkeit von über 1:5 Billionen

Ebenfalls zu besagten Glückspilzen zählt Mike McDermott, ein Elektriker aus Portsmouth, England, der innerhalb eines Jahres gleich zwei Mal im Lotto gewann – und das mit den genau gleichen Zahlen. Gemäss einer Publikation der Daily Mail lagen die Chancen seines Gewinns von 200'000 Pfund im Juni 2007 bei 1:2,3 Millionen. Die Wahrscheinlichkeit, dass er im März 2008 erneut gewann, sprangen auf 1:5,4 Billionen. Die Hoffnung auf eine weitere Glückssträhne hat ihn danach erst recht gepackt: «Leute sagen, aller guten Dinge sind drei, also werde ich definitiv meine Zahlen beibehalten.»

Ebenfalls unfassbares Glück erfuhr Virginia Fike aus dem gleichnamigen US-Bundesstaat Virginia. Sie gewann zwei Mal – und das am selben Tag. Da ihre beiden Scheine fünf der sechs Gewinnzahlen beinhalteten, waren beide je eine Million Dollar wert.

Doch diese Gewinne sind nichts im Vergleich zu denjenigen von Glücksjägerin Joan R. Ginther. Die gebürtige Texanerin wurde von «Forbes» sogar als glücklichste Frau der Welt bezeichnet, nachdem sie gleich vier Mal im Lotto gewonnen hatte. In einem ersten Triumph heimste sie stolze 5,4 Millionen Dollar ein, ein weiterer Lottoschein brachte ihr ein Jahrzehnt später zwei Millionen Dollar nach Hause. Weitere zwei Jahre später kassierte sie erneut drei Millionen Dollar, nur um im Sommer 2010 erneut zu gewinnen.

Ein Schweizer Glückspilz aus dem Tessin

Dieses Mal knackte sie den Jackpot von 10 Millionen Dollar. Die Wahrscheinlichkeit einer solchen Glückssträhne liegen gemäss «DailyMail» bei 1 in 18 Septillionen (1:18'000 Billionen). Und die Möglichkeit, dass einer Person solches Glück widerfährt, geschieht nur einmal alle Quadrillionen (10^24) Jahre. Ginthers Vergangenheit führte zu Spekulationen, ob hinter dem Verkauf von Lotteriescheinen ein Muster steckte, welches die ehemalige Statistik-Professorin eruiert hatte – was jedoch bisher nicht bestätigt werden konnte.

Ein solcher Lotto-Fall aus der Schweiz ist Swisslos-Mediensprecher Willy Mesmer nur einer bekannt: Dieser Glückspilz aus dem Kanton Tessin tippte zuerst einen Lotto-Sechser und kassierte einige Wochen später auch noch den Haupttreffer im Joker, wie er auf Anfrage mitteilt. Um wie viel Geld es sich dabei gehandelt hat, kann Mesmer jedoch nicht sagen. «Mehr Fälle sind mir nicht bekannt – und ich bin immerhin auch für die Auszahlung der Gewinne verantwortlich.»