Suva
Diese Gefahren bedrohen uns 2029

Das sind ja schöne Aussichten: In der Zukunft machen uns saubere Wohnungen krank, die Jungen wechseln ständig ihren Job und sind deshalb psychisch gestresst und die Pensionierten treten in eine zweite Teenager-Phase und sind deshalb unfallgefährdet.

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Keystone

Wie sieht unsere Welt in rund 20 Jahren aus? Welche Probleme beschäftigen uns, welche Gefahren lauern? Die grösste Unfallversicherung der Schweiz Suva wollte es genau wissen und hat eine Studie verfasst. Dabei möchte sie sehen, welche Zukunftsentwicklungen nachteilige Auswirkungen auf die Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer und die Öffentlichkeit im Jahr 2029 haben könnten.

Eine Gefahr lauert gemäss Studie in den immer saubereren Häusern und Wohnungen - dem sogenannten Too-Clean-Building Syndrom. Denn das menschliche Immunsystem wird geschwächt, wenn die Bedingungen allzu hygienisch sind.

Zappen als Lebensstil

Der Bericht zählt auch psychologische Bedrohungen auf, wie die die 24-Stunden-pro-Tag-Verfügbarkeit oder die Glücksjagd. Damit ist laut Suva gemeint, dass insbesondere bei jungen Menschen die Ansprüche an ein gelungenes Leben steigen. Und: Sie verinnerlichen das «Zappen» als Lebensstil: Sie zappen sich durch Arbeitgeber und Berufe wie durch das TV-Programm.

Ihre Berufswerte gleichen ihren Interessen in der Freizeit. Sie wollen Entdeckungen machen, etwas erleben, Spass haben und ihre Grenzen austesten. Die Gefahr: Psychologischer Stress und eine Tendenz zur Selbstüberschätzung, sprich Krankheiten oder Unfallgefahr.

Die besteht übrigens auch bei der älteren Generation. Denn aufgrund der "Teenagerisierung" der Gesellschaft treten die neu Pensionierten in eine zweite Teenager-Phase. Im Gegensatz zu den bisherigen Senioren, gleichen ihre Aktivitäten jenen der deutlich jüngeren Menschen. (jep)