Stachelig

Diese Elche haben jetzt schon Weihnachten – sie fressen unsere Tannenbäume

Stacheliger Festschmaus für Elche im Wildnispark Zürich

Überzählige Christbäume: Ein Stacheliger Festschmaus für die Elche im Wildnispark Zürich.

Für die Elche im Wildnispark Zürich ist der Festschmaus jetzt schon eröffnet: Bei ihnen ist am Freitag die erste Ladung unverkaufter Christbäume angekommen – für die Elche ein Festschmaus. Bis zu sechs Bäumchen schafft ein ausgewachsener Elch pro Tag.

Bis kurz vor Weihnachten heiss begehrte – danach unverkäuflich: Jedes Jahr werden Unmengen von Christbäumen nicht verkauft. Eine tierische Art des Recyclings gibt es im Zürcher Wildnispark. Dort dürfen sich die Elche über die nicht verkauften Bäumchen hermachen.

Aber Achtung, die Tiere sind «extreeem wählerisch», wie Tierpfleger Lukas Ackermann sagt. «Wenn man einen Ast durch den Dreck schleift, dann rühren sie ihn nicht mehr an.» Elche hätten einen sehr guten Riecher. 

Zudem: Die Pflanzenfresser aus Schweden bevorzugen die nährstoffreichen Teile wie Zweige, Knospen und Nadeln. Die Lieblingsbäume der Feinschmecker: Nordmanntanne, Salweide oder Föhre. Praktisch: Anfang Winter stellen Elche ihre Nahrung automatisch von Laub- auf Nadelbäume um.

Wachs und Lametta nicht willkommen

Momentan leben im Wildnispark Zürich vier erwachsene Elche und drei Jungtiere. Die Bäume, die am Freitag und den Tagen nach Weihnachten aus der ganzen Region angeliefert werden, dürften für fast den ganzen Winter reichen. Schliesslich werden die riesigen Wiederkäuer insgesamt 1500 bis 2000 Christbäume vertilgt haben.

Nicht willkommen sind gebrauchte Bäume. Lametta- und Wachsreste wären schädlich für die Tiere. Und der Aufwand, jeden einzelnen Baum zu kontrollieren, wäre für die Stiftung Wildnispark zu gross.

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