Armee
Dienstpflicht statt Wehrpflicht eint Grüne und CVP

Ueli Maurer könnte einem leid tun. Sein sicherheitspolitischer Bericht wurde in der Luft zerrissen, neue Kampfflugzeuge sind vorerst nicht in Sicht und die Wehrpflicht ist ebenso umstritten. Welche Armee braucht die Schweiz? CVP-Nationalrat Pius Segmüller und der grüne Nationalrat Geri Müller sind sich für einmal einig. Sie plädieren für eine allgemeine Dienstpflicht.

Drucken
Teilen
Unmotivierte Armee

Unmotivierte Armee

Keystone

Bekanntermassen beinhaltet auch die revidierte Version des Sicherheitspolitischen Bericht des VBS einen grossen Schwachpunkt, die Beantwortung der Frage: Wer ist der Feind? Welches sind die grössten Bedrohungen für die Schweiz?

Auch wenn der CVP-Nationalrat und ehemalige Kommandant der Schweizer Garde in Rom, Pius Segmüller, die erste Frage geflissentlich unbeantwortet lässt, weiss er doch zur zweiten eine ausführlichere Antwort zu geben. «Objektschutz, Friedensförderung und terroristische Anfragen», so Segmüller, seien die wesentlichen Themen der Armee von heute. Auch heute müsse man noch für militärische oder terroristische Angriffe von aussen gewappnet sein, meint der dezidierte Verfechter für neue Kampfflieger und für die Erhaltung der Wehrpflicht. An letzterem hält der Familienvater eisern fest: «Die Wehrpflicht ist wichtig, weil sie ein solidarischer und alturistischer Akt darstellt. Man muss der Gesellschaft auch etwas zurückgeben, und etwas für sie tun.»

Auch Geri Müller für eine Dienst- statt Wehrpflicht

Dem Grünen Nationalrat aus dem Aargau, Geri Müller, Segmüllers Kontrahent in der Sendung «Duell aktuell» von heute Dienstag, ist dies sympathisch. beide sehen darin eine Lösung für die schleichende Erosion der Miliz. Jeder Bewohner dieses Landes - Mann, Frau, Schweizer, Ausländerin - müsste ein paar Monate des Lebens für die Allgemeinheit einsetzen; schliesslich gibt es keinen plausiblen Grund, warum heute nur Schweizer Männer Militär- oder Zivildienst leisten müssen

Das ist aber auch das einzige, worin sich die beiden Politiker einig sind. Müller will, dass man die 5 Milliarden, die man für die Armee ausgibt, zwar «anders», sprich: «konziser» ausschüttet. Nämlich dort, wo es «wirklich wichtig» ist. Ob er dies ausführt, sehen Sie in «Duell aktuell», der Sendung, die sich heute der aktuellen Wertedebatte zur Schweizer Armee widmet. (cls)

Aktuelle Nachrichten