Aargau
Die Zürcher Westumfahrung verlagert den Aargauer Verkehr

Die Autobahn A4 im Knonaueramt und die Westumfahrung Zürich beeinflussen den Verkehr im Kanton Aargau. Vor allem in der Region Bremgarten hat dieser deutlich zugenommen.

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Zürcher sind happy mit Westumfahrung

Auf der Zürcher Seite sind die Erfahrungen mit der Westumfahrung durchwegs positiv. Ein grosser Teil des Verkehrs habe von den Kantonsstrassen auf das Autobahnnetz verlagert werden können. So weisen die Sihltalstrasse zwischen Sihlbrugg und Langnau am Albis und die Zürcherstrasse zwischen Knonau und Mettmenstetten nur noch rund 30 Prozent der ursprünglichen Verkehrsbelastung auf.
Auf der Zürcherstrasse zwischen Hedingen und Wettswil nahm der Verkehr um 65 Prozent ab, südlich von Birmensdorf ist auf der Luzernerstrasse eine Entlastung von ca. 60 Prozent festzustellen. Auf der A4 zwischen Knonau und Affoltern verkehren täglich 34'000 Fahrzeuge und im Islisbergtunnel 40'000 Fahrzeuge. Der Uetlibergtunnel weist eine Frequenz auf von 53'000 Fahrzeugen pro Tag auf. Die erwartete Verkehrszunhame im Raum Affoltern am Albis ist bisher nicht eingetroffen. (dge)

Die neuen Autobahnanschlüsse Birmensdorf und Affoltern a.A. verbesserten den Anschluss der Regionen Mutschellen und Oberes Freiamt ans Nationalstrassennetz. Erwartungsgemäss hat der Verkehr auf der Achse über die Sädelstrasse und die Umfahrung Lieli zum Anschluss Birmensdorf stark zugenommen. Waren es 2005 knapp 5400 Fahrzeuge pro Tag, sind es heute bereits über 12 000. Dafür wurde die Mutschellenachse durch Rudolfstetten entlastet.

Im Bereich der Autobahn A4 Knonaueramt und dem Autobahnanschluss Affoltern a.A. sind die erwarteten Verkehrszunahmen bisher noch nicht eingetroffen. Keine spürbare Veränderung gab es auch auf der Reussbrücke in Sins und auf der Längsachse zwischen Muri und Boswil.

Im Herbst 2010 wird das Verkehrsmonitoring noch einmal durchgeführt. (skh)