Wynau

Die Zukunft kann beginnen

Blick auf die Baustelle: Das Projekt SANARA der ARA Region Murg schreitet zügig voran. (Bild: nub)

ARA

Blick auf die Baustelle: Das Projekt SANARA der ARA Region Murg schreitet zügig voran. (Bild: nub)

Auf viel Interesse stiess die Einladung der ARA Region Murg, einen Augenschein zu den Fortschritten des Projektes SANARA zu nehmen. Fazit: Die Zukunft kann beginnen.

Natalie Brügger

Über 40 Vertreter der Anschlussgemeinden, des Amtes für Abwasser AWA, Beteiligte von Bau und Planung und auch direkte Anwohner durfte Alois Bossert (Präsident ARA Region Murg) morgens um 10 Uhr auf dem Areal begrüssen. «Die erste Etappe ist bald abgeschlossen», stand auf der Einladung und die Anwesenden waren neugierig, welchen Verlauf das elfeinhalb Millionen Franken teure Projekt SANARA genommen hatte.

Bevor die Gäste gruppenweise die Anlage besichtigen konnten, wurden sie in der Theorie in die Schwierigkeiten eines solchen Um- und Ausbaus eingeweiht. Schliesslich ist die Herausforderung bei der Sanierung einer Abwasserreinigungsanlage, dass man den Betrieb nicht einfach einstellen kann.

Neu zwei Vorklärbecken

Max Studer, welcher die ARA-Führung bei allen Fragen des Umbaus berät, führte die Präsentation mit Witz und in leicht verständlicher Form vor. Er rief noch einmal ins Gedächtnis, mit welchen Vorgaben man 2005 die Bedürfnisabklärung zu SANARA durchgeführt hatte. Diese ergab, dass man die biologische Reinigung und die weiterführende Schlammbehandlung angehen musste, um den Werterhalt der Anlage zu sichern. Dabei ist man sehr selektiv vorgegangen, schliesslich soll die Anlage nicht vergoldet werden. So wurde zum Beispiel der Beton in den Becken nur an Stellen erneuert, die es auch wirklich nötig hatten.

Natürlich wurde bei der Planung darauf geachtet, die ARA auf den neusten Stand der Technik zu bringen. Diese hat in den letzten Jahren - die Anlage in Wynau wurde 1979 in Betrieb genommen - erhebliche Fortschritte gemacht. Offensichtlich wird dies insbesondere bei der neuen Aufteilung der Vorklärbecken (VKB). Aus dem ersten der zwei bestehenden Becken wurden kurzerhand zwei gemacht, was mit der heutigen Technologie absolut ausreichend ist. Das bisherige VKB 2 wird als Regenwasserbecken genutzt. Auch die Elektronik, welche einen immer höheren Stellenwert einnimt, wurde weitgehend modernisiert.

Einige «Feuerwehrübungen»

«Handlungsbedarf bestand auch bei der Schlammentwässerung», erklärte Max Studer. Bisher hatte eine externe Firma einmal im Monat die Schlammentwässerung vorgenommen. „Dabei wird dem Schlamm rund 30 Prozent des Wassers entzogen. Dieses wird dann wiederum der ARA zugeführt», so der Experte weiter. Sinnvoller wäre es, wenn dieses Abwasser regelmässig in geringen Mengen zugeführt würde. SANARA hat dies mit einem eigenen Gebäude für Schlammentwässerung auf dem Areal so vorgesehen.

Diese Woche sollen die beiden neuen Vorklärbecken und das sanierte Nachklärbecken in Betrieb genommen werden. Eine Tatsache, welche vor allem den Betriebsleiter Adrian Burkart und seine beiden Klärwarter freut. Das Team arbeitete seit Baubeginn mit vielen Provisorien und absolvierte manche «Feuerwehrübung», wenn etwas nicht wunschgemäss klappte. Aber: «Die Anlage hat immer funktioniert und die Werte waren durchwegs sehr gut», so Adrian Burkart. Er ist froh, dass SANARA bewilligt wurde. «Die Anlage ist schon alt und es ist fast täglich etwas ausgestiegen.»

Verwandte Themen:

Meistgesehen

Artboard 1