Wie aus den neuesten Zahlen des Bundesamts für Statistik (BFS) hervorgeht, ging 2010 die Zahl der Verkehrsunfälle mit Personenschaden gegenüber 2009 um 4 Prozent zurück. Die Zahl der Verkehrstoten sank von 349 auf 327.

Seit vier Jahrzehnten sind die Zahlen der Unfälle mit Personenschaden und der Verkehrstoten rückläufig: 1971 waren bei fast 30'000 Verkehrsunfällen 1773 Menschen ums Leben gekommen. Dabei war damals der Motorisierungsgrad (Motorwagen pro 1000 Einwohner) weniger als halb so gross wie heute. Nur in den Jahren 1943 bis 1945 waren weniger Verkehrstote registriert worden als 2010.

Allein seit 1992 ging die Zahl der Getöteten (damals 834) um 61 Prozent zurück. Bei den Schwerverletzten wurde ein Rückgang um 43 Prozent (7844 auf 4458) registriert. Die Zahl der Leichtverletzten schwankt in den letzten 20 Jahren um 20'000 - Tendenz fallend.

Mehr Fussgänger verunfallt

Rund ein Drittel der Schwerverunfallten (Getöteten und Schwerverletzten) in der Schweiz sass in einem Personenwagen. Während Auto-, Töff- und Velounfälle 2010 weniger Opfer forderten als 2009, stieg die Zahl der getöteten und schwer verletzten Fussgänger an.

Allein die Zahl der getöteten Fussgänger stieg 2009 auf 2010 von 60 auf 75 an. Wie die Beratungsstelle für Unfallverhütung bfu schon zu Jahresbeginn festgestellt hatte, war dieser Anstieg vollumfänglich auf Unfälle ausserhalb des Fussgängerstreifens zurückzuführen.

Zweiradfahrer sind besonders in den Sommermonaten unterwegs, entsprechend gibt es dann die meisten Unfallopfer. In den Wintermonaten dagegen besteht ein erhöhtes Unfallrisiko für Fussgänger - Stichworte: Dunkelheit, Glätte.

Grösste Abnahme bei den unter 30-Jährigen

2010 verunfallten laut der BFS-Statistik im Strassenverkehr 61 auf 100'000 Einwohner schwer, 1992 waren es doppelt so viele (126). Klar über diesem Mittel liegen die Altersklassen der Teenager und Twens (74 respektive 82 schwer Verunfallte pro 100'000).

Im Vergleich zu den anderen Altersklassen hat die Zahl der schwer verunfallten unter 30-Jährigen pro 100'000 Personen seit 1992 aber überdurchschnittlich stark abgenommen. Bei den Teenagern lag sie damals über doppelt, bei den Twens fast dreimal so hoch.