"Le Matin Dimanche":

Seit Anfang Jahr haben Bison-Züchter hartes Brot zu beissen. Grund ist die neue Agrarpolitik 2014-2017, die keine Direktzahlungen pro Tier mehr beinhaltet. Die Massnahme trifft zwar alle Rinder, doch die Bison-Züchter besonders, da sie den Verlust nicht mit anderen Subventionen kompensieren können. Sie beklagen einen Mangel an Rücksicht auf einen expandierenden Markt. Laurent Girardet, Präsident der Dachorganisation der Bison-Züchter, ist wütend: "Es macht den Anschein, als ob Bern alles unterdrücken will, was nicht Milchkuh ist."

"SonntagsBlick"/"Zentralschweiz am Sonntag":

Die Finanzmarktaufsicht Finma sagt der Hypothekarverschuldung in der Schweiz den Kampf an. Sie will offenbar private Hypothekarnehmer dazu zwischen, ihre Kredite schneller zurückzuzahlen. Gelingen soll das mit einer Anhebung des Zinses auf rund 5 Prozent. Die Schweizer Banken seien nicht auf den Finma-Vorschlag eingetreten, sagte Claude-Alain Margelisch, Direktor der Bankiervereinigung. Die Verhandlungen sind vergangene Woche definitiv gescheitert, nun liegt der Ball beim Finanzministerium.

"NZZ am Sonntag":

Der Lehrerberuf ist ein "Aussteigerberuf" und das im wahrsten Sinne des Wortes. Laut einem Bericht des Bundesamtes für Statistik für die Jahre 2010 und 2011 verlassen rund 17,1 Prozent der Lehrpersonen schon im ersten Jahr nach Stellenantritt die Schule. Gar jeder zweite oder 49 Prozent der neuen Lehrkräfte steigen innerhalb von fünf Jahren wieder aus. Beat Zemp, Präsident des Lehrerdachverbandes, will daher den Berufseinstieg für Junglehrer verbessern.

"Zentralschweiz am Sonntag":

CVP und BDP nehmen sich offenbar ein Beispiel an Deutschland. Ende 2014 oder im Januar 2015 sollen die Parteien eine Gründungsakte für eine Union unterzeichnen. Offiziell bekanntgegeben werden soll die Union nach den Sommerferien. Nach den Wahlen 2015 sollen die beiden Parteien eine gemeinsame Fraktion und auf Parteiebene eine Union nach dem Vorbild von CSU und CDU bilden. Zusammen wären die beiden Mitte-Parteien voraussichtlich stärker als die FDP, die damit um ihren zweiten Bundesratssitz bangen müsste.

"SonntagsZeitung"/"Ostschweiz am Sonntag"/"Zentralschweiz am Sonntag":

Es gibt ihn also doch, den Plan B im Falle eines Abstimmungs-Neins zum Kampfjet Gripen. Die Lösung könnte eine tranchenweise Beschaffung eines Kampfflugzeugs sein, wie SVP-Nationalrat und Präsident der Sicherheitspolitischen Kommission Thomas Hurter sagte. Das Verteidigungsdepartement könnte nach einem Parlamentsbeschluss alle 15 Jahre eine Staffel an zwölf Flugzeugen bestellen. Der Vorteil: Das Unterfangen liesse sich in den ordentlichen Rüstungsprogrammen unterbringen.

"Schweiz am Sonntag":

Der Schweizer Rettungsplan für das Erasmus-Programm nach dem Ja zur Zuwanderungsinitiative kommt ins Stocken. Grosse europäische Universitäten lehnen bilaterale Abkommen ausserhalb des EU-Programms ab. Renommierte Hochschulen in Paris, Madrid und Cambridge scheuen den zusätzlichen administrativen Aufwand. Auch seien die Absagen eine "Frage der Politik", sagte Antonio Loprieno, Präsident der Schweizer Rektorenkonferenz. Zudem macht der Bund noch keine genauen Angaben zur angekündigten Unterstützung macht.

"Ostschweiz am Sonntag":

Mit Schlagwörtern ist es so eine Sache: Die FDP hat sich an ihrem jüngsten Parteitag "Freiheit, Gemeinsinn und Fortschritt" auf die liberale Fahne geschrieben. Am "Gemeinsinn" scheiden sich nun die Geister. Der Begriff habe parteiintern eine heftige Debatte ausgelöst, weil er an sozialdemokratische Ideen erinnere. Parteiexponenten wollen den "Gemeinsinn" daher klar von "Solidarität" abgegrenzt sehen. Dieser rieche zu stark nach erzwungener Umverteilung.