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Die SVP besucht die «Arena» am häufigsten

«Arena»-Moderator Jonas Projer.

«Arena»-Moderator Jonas Projer.

Nicht nur Politiker können wegen der «Arena» des Schweizer Fernsehens in Rage geraten, sondern auch die Zuschauer. So drohte im Abstimmungskampf um die No-Billag-Initiative ein Twitter-Nutzer Moderator Jonas Projer: «Mitten in der Nacht werden wir kommen und Dich richten!» Ursache der Wut: Der 37-jährige Moderator soll die Sendung parteiisch zugunsten der Gegner geleitet haben. Projer hat seine Anzeige mittlerweile zurückgezogen. Der Fall ist erledigt. Doch bevorzugt die Polit-Plattform tatsächlich bestimmte Parteien oder Gäste?

Zählt man nach, wer dieses Jahr in der Sendung die verbalen Klingen kreuzen durfte, kommt man zum Schluss, dass sich Projer eng an den Wähleranteilen orientiert. Die meisten Auftritte 2018 hatten Politiker der SVP, gefolgt von der FDP und der SP. Bei den Geschlechtern schafft es die Arena allerdings nicht, gleich viele Frauen wie Männer zu finden. Das Verhältnis liegt bei 40 zu 60 Prozent. Mit Elisabeth Schneider-Schneiter (CVP), Tamara Funiciello, (Präsidentin Juso) oder Regula Rytz, (Präsidentin Grüne) waren einige Frauen mehrmals zu Gast.

Dass Animositäten entstehen und sich einige benachteiligt fühlen, liegt daran, dass die Sendung «eine der attraktivsten Plattformen für Politiker» bietet, wie es Politologen nennen. Deshalb würden die Parteien ihre Mitglieder regelrecht auf ihre «Arena»-Tauglichkeit durchleuchten.

Und die Parteien setzen viel daran, ihre Leute zu platzieren. In einem Interview mit der «Schweiz am Wochenende» sagte Projer: « Irgendeine Partei versucht fast jede Woche, die Sendung zu beeinflussen. Aber da beissen sie auf Granit.» (yno)

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