Kreisel
Die Staffeleggstrasse erhält drei gleiche Kreisel

Kreisel-Kaskade: Auf der neuen Staffeleggstrasse entstehen im kommenden Sommer zwischen der Aarauer Telli und der alten Passstrasse in Küttigen drei einheitlich gestaltete Kreisel. Sie unterscheiden sich lediglich in der besonderen Bepflanzung.

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Musterkreisel Staffelegg

Musterkreisel Staffelegg

Hermann Rauber

Für die neue Staffeleggstrasse, die Ende 2010 dem Verkehr übergeben werden soll, braucht es insgesamt drei Kreisel. Keine Selbstverständlichkeit, dass sich die drei beteiligten Gemeinden an einen Tisch gesetzt haben und nach einer gemeinsamen Gestaltungslösung suchten. So wollen Aarau, Küttigen und Biberstein mit einem einheitlichen Auftritt den «Wiedererkennungseffekt» fördern, und zwar mit den Kreiselbauten Küttigen Nord (bei der Einmündung in die alte Staffeleggstrasse), an der Bibersteinerstrasse und am Ende der Tellistrasse in Aarau.

Bibersteiner Besonderheit

Eine Besonderheit stellt das Bauwerk an der Bibersteinerstrasse dar, das zwar auf Küttiger Gemeindegebiet liegt, für das benachbarte Schlossdorf aber als markante «Pforte» zum Ortseingang eine besondere Rolle spielt. Deshalb zahlt Biberstein nach einem Beschluss der Gemeindeversammlung «seinen» Kreisel im Umfang von rund 100 000 Franken selber.
Die einheitliche Gestaltung der Kreisel-Kaskade beruht auf einem schräg abgeschnittenen Zylinder mit einer geometrischen Musterung in den Farben Schwarz und Weiss. 24 helle und dunkle Streifen, die am Kegelfuss gebrochen werden, suggerieren eine dem Verkehr angepasste Rechtsdrehung. Die pfeilähnlichen Linien «visualisieren» laut dem Küttiger Bauverwalter David Fiore die «Bewegung auf der Strasse». Natürlich geht es nicht nur um eine künstlerische Spielerei. Berücksichtigt werden mussten nämlich auch verkehrstechnische und Sicherheitsaspekte. Das gilt vor allem für den Bibersteiner Kreisel, der unmittelbar nach dem Horentunnel dem abrupten Wechsel von der Dunkelheit im Untergrund zum Tageslicht genügen muss.

Unterschiedliche Bepflanzung

Die drei Kreisel sind aber nur auf den ersten Blick deckungsgleich. Die Rotunden werden laut David Fiore differenziert bepflanzt. Infrage kamen nur Gewächse, die robust und widerstandsfähig gegen Trockenheit sind. Küttigen Nord erhält als Sinnbild der Juralandschaft einen Schwarzdornbusch, die Tellistrasse in Anlehnung an die Auenlandschaft einen Sanddornstrauch. Die Verbindung oder Nahtstelle der heimischen Flora bringt an der Bibersteinerstrasse ein Espenbaum. Verantwortlich für die professionelle Beratung ist übrigens ein «Rombächler», der Landschaftsarchitekt Christoph Burger.

Montage im Sommer

Das Aargauer Baudepartement als federführende Behörde hat die technische Ausstattung abgesegnet; alle drei Baubewilligungen sind erteilt und der finanzielle Aufwand gesichert. Montiert werden die drei Kreisel laut dem Küttiger Bauverwalter im Sommer. Am Küttiger Tunnelfest, das Ende August im Raum Horenhof stattfinden wird, sollen die Bauarbeiten beendet sein. Die Bepflanzung hingegen kann aus botanischen Gründen erst im Herbst vorgenommen werden.

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