Spitex
Die Spitex kündigt Sparmassnahmen an

Knapp 150 Einsätze pro Tag leisten die Spitex-Dienste Langenthal und Umgebung. Trotz guter Auslastung und wichtiger Stellung in der Region – auch für die Spitex wird das wirtschaftliche Umfeld schwieriger.

Drucken
Teilen
Adolf Freudiger

Adolf Freudiger

Solothurner Zeitung

Gut 54 000 Einsätze leisteten die Mitarbeitenden der Spitex-Dienste Langenthal und Umgebung während des vergangenen Jahres. Das seien knapp 150 Einsätze pro Tag, sagte Adolf Freudiger, amtierender Spitex-Präsident, an der kürzlich durchgeführten Hauptversammlung. Er wies damit auf die Bedeutung des Unternehmens Spitex mit ihrem öffentlichen Auftrag hin. Mit rund 90 Mitarbeitenden, 65 000 Betriebsstunden und einem Jahresumsatz von 3,3 Millionen Franken seien die Spitex-Dienste Langenthal und Umgebung ein bedeutender KMU-Betrieb und ein wichtiger Arbeitgeber in der Region, so Freudiger.

Mit der neuen Finanzierungsart (Umsetzung der Neugestaltung des Finanzausgleichs NFA), welche keine Defizitgarantie mehr gewährt, hat die Betriebswirtschaftlichkeit laut Freudiger einen beachtlichen Stellenwert eingenommen. Die öffentliche Hand übernehme keinen Ausgabenüberschuss mehr. «Die Spitex-Dienste Langenthal und Umgebung mussten deshalb das Budget für das Jahr 2009 beträchtlich schmälern», sagte er.

Weitere Veränderungen in der Zukunft

Die Spitex-Geschäftsführerin Sigrun Kuhn-Hopp ging in ihrem Jahresbericht auf bedeutende Kennzahlen sowie Veränderungen, Verbesserungen und Aktivitäten während des vergangenen Jahres ein. Der Blick in die nahe Zukunft verdeutliche weitere Veränderungen: «Insbesondere müssen für die Betriebsbewilligung Standards erfüllt werden, die zu weiteren betriebsinternen- und externen Modifikationen führen», sagte Kuhn-Hopp. Sie stellte danach die Jahresrechnung, die mit einem Verlust von 67 861 Franken abschliesst, und das Budget 2009 vor. «Wir mussten enorme Sparmassnahmen vornehmen, damit 2009 kein Defizit entsteht.» Die HV stimmte schliesslich der Rechnung 2008 und dem Budget 2009 einstimmig zu.

Die bisherigen Vorstandsmitglieder Erika Meyer, Beat Jost und Christoph Schneeberger wurden von der Versammlung wiedergewählt. Die beiden Revisoren wurden ebenfalls in ihrem Amt bestätigt. Nach etwa 15 Amtsjahren gab Katharina Rufener an der Hauptversammlung ihre Demission bekannt. Der Präsident würdigte ihr grosses Engagement zugunsten der Spitex: «Sie war im Vorstand wie auch im Betrieb ein geschätztes Mitglied.» (mgt/tg)

Aktuelle Nachrichten