Auszeiten in klösterlichen Abgeschiedenheit boomen. 86 Schweizer Klöster nehmen Gäste auf - und werden von ruhesuchenden Menschen gradezu überrannt, wie der «SonntagsBlick» berichtet. «Das Bedürfnis nach spirituellen Auszeiten hat zugenommen», bestätigt Adrienne Suvada vom Bistum Basel. Und Daniela Bär von Schweiz Tourismus sagt: «Die Klöster haben hier eine Marktlücke gefunden». Grund: Je hektischer der Alltag, umso grösser das Bedürfnis der Menschen nach Ruhe und Besinnung.

Ein Augenschein bei den Dominikanerinnen im Kloster Rickenbach LU zeigt: Auch für die Schwestern ist das Beherbergen von Gästen eine Bereicherung. «Wir fragen niemanden nach dem Glauben. Unser Haus steht allen Menschen offen», sagt Priorin Schwester Maria. Als Spezialität bietet das Kloster seit einiger Zeit begleitete Auszeiten an mit Meditation und Gesprächsbegleitung. Bereits nach wenigen Wochen mussten die Nonnen eine Warteliste einführen.