Kriminalität

Die Schweiz ist ein Paradies für Auto- und Taschendiebe

Autodiebe werden nur selten gefasst

Autodiebe werden nur selten gefasst

In der Schweiz wurde letztes Jahr zwar etwas weniger geklaut als ein Jahr zuvor. Auto-, Taschen- und Trickdiebe haben dennoch wenig zu befürchten. Sie werden so gut wie nie erwischt. Nicht einmal jeder Zwanzigste geht der Polizei ins Netz.

656'858 Straftaten wurden in der Schweiz 2010 begangen, zwei Prozent weniger als im Vorjahr. Das geht aus der Polizeilichen Kriminalstatistik 2010 hervor.

Die häufigste Straftat ist der Diebstahl. Gut 183000 wurden letztes Jahr registriert. Sachbeschädigung (117000) und Hausfriedensbruch (60000) folgen auf den Plätzen zwei und drei. Bereits an vierter Stelle folgt der Fahrzeugdiebstal. 50211 Fahrzeuge wurden letztes Jahr geklaut.

Mord und Totschlag: Vier von fünf werden geklärt

Fahrzeugdiebe haben in der Schweiz allerdings wenig zu befürchten. Sie werden so gut wie nie erwischt. Die Aufklärungsquote beträgt gerademal 4,4 Prozent. Das ist so tiefe wie bei keiner anderen Straftat. Auch Taschen- und Trickdiebe werden selten gefasst. Hier beträgt die Aufklärungsquote 4,6 Prozent. Nur jedes fünfte Vermögensdelikt, zu denen Diebstahl gehört, wird aufgeklärt.

Ganz anders sieht die Quote bei Mord und Totschlag sowie bei Verstössen gegen das Betäubungsmittel-Gesetz aus. Hier liegt die Aufklärungsrate zwischen 81 und 98 Prozent.
80 Prozent der registrierten Straftaten entfallen auf das Strafgesetzbuch. Fast drei Viertel dieser Taten waren Vermögensdelikte, neun Prozent waren Gewaltstraftaten. Die Gewaltstraftaten gingen im Vergleich zum Vorjahr um 6 Prozent zurück. Auch die erfassten Straftaten wegen Vergewaltigung und sexuellen Handlungen mit Kindern sowie die Vermögensdelikte waren rückläufig.

Junge klauen weniger

Leicht rückläufig war die Zahl der Beschuldigten. Markant, um minus 8 Prozent, nahm sogar die Zahl der Minderjährigen ab, die einer Straftat beschuldigt wurden.
80 Prozent der Beschuldigten lebten in der Schweiz, 4 Prozent kamen von der Asylbevölkerung, und 15 Prozent waren Kriminaltouristen. (rsn/sda)

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