Schule

Die Schulampeln stehen auf Grün

Walter Mächler und Daniel Schmid zum Schulbericht: «Unsere erst vierjährige Kreisschule ist auf gutem Kurs.» (psi)

Walter Mächler und Daniel Schmid

Walter Mächler und Daniel Schmid zum Schulbericht: «Unsere erst vierjährige Kreisschule ist auf gutem Kurs.» (psi)

Die Oberstufenschulstandorte der Kreisschule Homberg (in Beinwil, Reinach und Gontenschwil) wurden extern evaluiert und in einem 55-seitigen Bericht positiv beurteilt. Schulpflege, Schulleitung und Lehrerschaft können den eingeschlagenen Kurs fortsetzen.

Peter Siegrist

Der Präsident der Kreisschule Homberg, Daniel Schmid, und Schulleiter Walter Mächler freuts, mit dem Ergebnisbericht der Fachstelle «Externe Schulevaluation» der Fachhochschule Nordwestschweiz wird ein umfangreiches Projekt vorerst abgeschlossen. «Aber nach den Ferien fahren wir fort mit der Analyse der Ergebnisse und Vorschläge», sagt Schmid, «wir wollen unsern Weg weitergehen und die Schulqualität in allen Bereichen laufend optimieren.» Die Schulevaluation ist ein Führungs- und Qualitätssicherungsinstrument des Departements für Bildung, Kultur und Sport (BKS) und wird von diesem angeordnet (siehe Kontext). Sämtliche Aargauer Schulen werden in regelmässigen Abständen evaluiert.

Ein umfangreiches Projekt

Der Datenerhebung vor Ort ging eine anonymisierte schriftliche Befragung der Eltern, Schüler und Lehrpersonen voraus. An vier Tagen im Februar war ein vierköpfiges Evaluationsteam vor Ort, besuchte den Unterricht und führte Interviews mit Lehrern, Schülern und Schulleitungen. «Wichtig ist, zu wissen», erklärt Mächler, «dass die Qualität der Schulen überprüft und beurteilt wird, dass es dabei aber keine Personalbeurteilung gibt.» Beurteilt werden zuerst sieben so genannte Ampelkriterien. «Hier interessiert das BKS ganz klar, was nicht gut ist», sagt Schmid.

Für die Kreisschule stehen sechs von sieben Ampeln auf Grün: «Das Schul- und Unterrichtsklima ist in Ordnung, Kontakte zwischen Schule und Elternhaus sind funktionsfähig, die Schulführungsstruktur ist funktionsfähig», steht da zu lesen. «Einzig im Bereich des Qualitätsmanagements bestehen noch Defizite (Ampel auf Orange)» stellt der Bericht fest. Schmid hat dafür die Erklärung: «Unser Qualitätsmanagement ist noch nicht fertig entwickelt, das Handbuch fehlt noch; aber wir sind auf dem Weg.» Auf jeden Fall sind in keinem Bereich Sofortmassnahmen nötig.

Kernaussagen zum Profil

In der Feedbackbeurteilung erhielt die Schulführung dickes Lob für ihre gelebte Philosophie in dem permanent von Reformen geprägten Schulalltag: «Der Aufbau der KS Homberg wurde mit Bedacht angegangen und die weitere Entwicklung wird vorsichtig vorangetrieben.» Ebenso empfanden die Evaluatoren den Unterricht als strukturiert, und «die Schulatmosphäre sei von Ruhe und Konzentration geprägt». Eine Verbesserung schlägt eine Rückmeldung vor: «Den Schülern wird wenig Verantwortung übergeben und abverlangt.» Da werden die Schulen nach Möglichkeiten suchen, sagt Mächler.

Schulführung breit akzeptiert

Der Bericht bescheinigt Schulpflege und Schulleitung, dass sie die Aufgabentrennung zwischen strategischem und operativem Gremium laufend verbessere und sich mit grossem Engagement um verträgliche Lösungen bemühe. Ebenso attestiert der Bericht, dass die komplexe Administration gut funktioniere, wenn auch einzelne Schnittstellen noch zu klären seien.

Der Bericht zeigt ein positives Bild von der erst vierjährigen KS Homberg und bestätigt, dass es gelungen sei nebst Gemeinsamkeiten unter einem Dach, jedem Schulstandort ein eigenes Profil zu ermöglichen.

Dass die Schulleitung sich nicht blind in Reformen stürzt, wird positiv erwähnt: «Veränderungsprozesse werden von der Schulführung vorsichtig angegangen. Vor allem kantonalen Schul- und Entwicklungsvorhaben wird mit Zurückhaltung begegnet.» Das ist auch Walter Mächlers Schulleiter-Credo, seine Lehrpersonen sollen die Veränderungen in Leitung und Organisation schliesslich aktiv mittragen. «Ich will die Mitarbeitenden abholen», sagt er.

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