Luftkampf
«Die Rega hat Konkurrenz bekommen und kann damit nicht umgehen»

Die oberste Schweizer Patientenschützerin Margit Kessler kritisiert die Rega, weil diese andere Rettungsfirmen nicht in den Markt lassen will. Die Rega habe jetzt eben Konkurrenz bekommen und könne damit nicht umgehen», sagt Kesser.

Interview: Rüdi Steiner
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Margrit Kessler: «Es geht ums Geld»

Margrit Kessler: «Es geht ums Geld»

Keystone

Die Rega fliegt einen zeitraubenden Umweg von 100 Kilometern - nur damit das Konkurrenz-Unternehmen Air Galcier einen Patienten nicht transportieren kann. So geschehen jüngst im Berner Oberland. Was sagt die Patientschützerin dazu?Margrit Kessler: Das ist schwer nachvollziehbar. Im Vordergrund stehen muss die Sicherheit der Patienten und nicht das Monopol der Rega. Mit einem solchem Gebahren setzt die Rega diese aufs Spiel. Das kann nicht sein. Die Rega hat Konkurrenz bekommen und kann damit nicht umgehen. Es geht offensichtlich auch um Geld.

Was ist zu tun?
Man muss das neu organisieren.

Wie?
Die Kantone und die Betreiber der 144-Notfalldienste müssen zusammensitzen und die Organisation neu aufziehen. Man muss dazu Konzepte erstellen und diese gut regional verankern. Es muss jeweils der nächstgelegene verfügbare Helikopter aufgeboten werden. Und zwar einer, der für den Fall entsprechend ausgerüstet ist.

Das ist möglich?
Sicher. Das Wallis und auch das Ausland zeigt ja, dass es geht.