«Die Realität liegt jetzt vor uns»

Es war ein denkwürdiger Moment, dessen Bedeutung gar nicht hoch genug eingeschätzt werden kann: Der Komplex «Brugg 09» ist Zeugnis von der Tatsache, dass die Vision Mitte so richtig in Schwung gekommen ist.

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Aargauer Zeitung

Peter Belart

Update

«Brugg 09» Die einzelnen Gebäude-Einheiten und ihre Verwendungszwecke lassen sich wie folgt umschreiben:
«Flex» Dienstleistungs- und Schulgebäude für die Kabelwerke und (als Mieter) für das Berufs- und Weiterbildungszentrum Brugg sowie für das Eidgenössische Nuklear- und Sicherheitsinspektorat.
Halle «H14»: Industrielles Produktionsgebäude der Kabelwerke.
Gebäude «B12»: Dienstleistungsgebäude der Kabelwerke und weiterer Mieter. (pbe)

Otto H. Suhner, in seiner Eigenschaft als Verwaltungsratspräsident der Kabel Brugg AG Holding auch Bauherr des Gebäudekomplexes, brauchte anlässlich der Aufrichte ein Wortspiel: «Die Realität der Vision Mitte liegt jetzt vor uns.»

In einem kurzen Abriss liess er die Entstehungsgeschichte des ganzen Komplexes «Brugg 09» Revue passieren: Im Mai 2001 führte ein Workshop dazu, dass im Dezember 2003 eine Stellungnahme an die Leitung der Vision Mitte erging. Darin stand der folgende Passus: «Wir machen uns nun Überlegungen, den angrenzenden Teil an den Campus Süd neu zu überbauen, da die bestehende Nutzung unterdurchschnittlich ist und nicht befriedigt.» Damit war der Startschuss für «das vielleicht bedeutendste Projekt» in der Kabelwerk-Geschichte gegeben. Dieses hat nun mit der Aufrichte eines der letzten Etappenziele erreicht.

Hürdenlauf

Zuvor galt es aber, noch zahlreiche Hürden zu nehmen. Dazu sagte Suhner: «Das Umsetzen der politischen Rahmenbedingungen im städtebaulichen Ideenwettbewerb, Masterplanverfahren, Entwicklungsrichtplan, Infrastrukturvertrag und Gestaltungsplan absorbierte enorme personelle und finanzielle Ressourcen, die nicht nur die Kabelwerke, sondern besonders auch unsere Staatskasse belasten.»

Schriftband als Verpflichtung Vor dem Schriftzug «Vision Aargau Mitte» haben sich aufgestellt (von links): André Spiess, Bauführer HRS, Urs Hornecker, Co-Projektleiter «Brugg 09», Otto H. Suhner, Verwaltungsratspräsident Kabelwerke, und Andreas Heinemann, Co-Projektleiter «Brugg 09». pbe

Schriftband als Verpflichtung Vor dem Schriftzug «Vision Aargau Mitte» haben sich aufgestellt (von links): André Spiess, Bauführer HRS, Urs Hornecker, Co-Projektleiter «Brugg 09», Otto H. Suhner, Verwaltungsratspräsident Kabelwerke, und Andreas Heinemann, Co-Projektleiter «Brugg 09». pbe

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«An zentralster Lage»

Der Entscheid zur Realisierung des Projekts «Brugg 09» wurde am 6. September 2007 durch den Verwaltungsrat der Kabelwerke gefällt. Zur Begründung sagte Suhner: «Das nun vorliegende Projekt entspricht der logischen Entwicklung unseres Industriestandortes und dem über Jahrzehnte eingeschlagenen Weg, in Brugg/Windisch, an zentralster Lage im Herzen des Kantons Aargau und der Schweiz, industriell tätig zu sein.»

Am 8. Mai 2008 erfolgte der Spatenstich. Suhner zeigte sich stolz auf die Tatsache, dass die Kabelwerke damit als erste Unternehmung daran gingen, die Idee «Vision Mitte» umzusetzen.Vom Generalunternehmer HRS Real Estate AG trat Felix Hegetschweiler auf. Die Ziele seiner Firma umschrieb er mit den Worten: «Wir wollen im Kanton Aargau bauliche Akzente setzen.» Zum Projekt «Brugg 09» sagte er: «Die Entwicklung der Vision Mitte ist mit diesem Bau gestartet worden.»

Unter den weiteren Rednern waren auch der Brugger Stadtammann Rolf Alder und Windischs Gemeindeammann Hanspeter Scheiwiler. Alder versprach, sich bei den SBB vehement für einen direkten Zugang zu den neuen Bauten einzusetzen. Scheiwiler richtete seinen Blick in eine noch weitere Ferne und prognostizierte: «Der Moment wird kommen, dass jene hintere Betonmauer nicht mehr auf der Grenze zwischen zwei Gemeinden stehen, sondern nur noch den südlichen Gebäudeabschluss markieren wird.»

Der Brugger Bauunternehmer Hans-Rudolf Wyss sagte: «Dies ist ein grosses Zeichen für Brugg und Umgebung.»